Wir Pferdemädchenmädchen...

Zum Wiehern

Wir Wattebauschreiter

Tolles Wort - oder? So hat mich letztens mein Tierarzt bezeichnet, nachdem ich wegen eines vermeintlichen Blutflecks am Bein angerufen habe, der sich als Rote Beete entpuppte...Aber wenn man sich mal so die Tierarztrechnungen der letzten Jahre anschaut (und bitte, BITTE macht nicht den großen Fehler und rechnet euch aus, wie viel ihr dem Tierarzt bereits bezahlt habt), entwickelt man im Umgang mit seinem Pferd doch so ein paar verrückte Macken.

 

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Zum Träumen

Der perfekte Stall vs. die Realität

Die Suche nach dem perfekten Stall entpuppt sich meist schwieriger, als man denkt. Irgendwie haben wir Reitermädchen auch immer ganz falsche Vorstellungen vom 'Ponyhofleben'. Besonders böse ist das Erwachen, wenn man das Ponyhofleben nur von YouTube, Instagram oder aus der Wendy kennt. So ist das nämlich gar nicht: Eins sollten wir nämlich ganz schnell lernen: Mit Pferden kommt es immer anders, als man denkt. Die letzte Ponyhof-Traumblase platzt wohl spätestens dann, wenn dem Pferdchen ein Hufgeschwür entfernt wird oder es darum geht, die Wallache sauber zu machen...überall...ihr wisst, was ich meine...
Aber vergessen wir das ganze doch mal für einen kleinen Moment und träumen uns in den perfekten Stall-für unter 350€ versteht sich! 
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Alin erzählt

Alins Vorsätze 2018

Alle erzählen mir immer was von 'Guten Vorsätzen' im neuen Jahr. Aber warum sollte ich mir was vornehmen, nur weil ein neues Jahr angebrochen ist? Lorella zum Beispiel will abnehmen, aber das erzählt sie mir eigentlich so gut wie jeden Monat einmal. Und überhaupt, Abnehmen würde ja bedeuten, dass ich auf Futter verzichten müsste und das macht doch wirklich gar kein Sinn. Damit wäre das kein 'guter' Vorsatz mehr, sondern eher ein schlechter. Und dann will sie so ein Ding fertig schreiben. Masterarbeit nennt sie das, aber was das bedeuten soll, weiß ich auch nicht. Vielleicht sind das sowas, wie Memoiren? Ich kann ja leider nicht schreiben. Dafür sind meine Hufe zu unhandlich, aber meine Memoiren wären bestimmt interessant. Vielleicht würde sich das ja so gut verkaufen, dass ich mir immer extra Möhrchen kaufen könnte?

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Alin erzählt...

Alins Weihnachten...

HoHoHo! Ich wollte euch auch noch mal frohe Weihnachten wünschen! Habt ihr auch so komische Geschenke bekommen? Eigentlich bringt mir Lorella immer was ziemlich tolles mit - einen Sack Möhren, eine Tüte Leckerlie oder ein Haufen Äpfel, aber nein: zu Weihnachten hatte sie das erste mal etwas komisches für mich. So eine doofe rote Kugel. Zuerst dachte ich, es sei ein glasierter Apfel. So einen durfte ich schon mal essen und der war sooooo lecker! Aber diese Kugel war ziemlich hart und Lorella war ganz panisch und hat mir den gleich wieder weggenommen und gesagt, dass ich das ausnahmsweise mal nicht essen darf. Sunny hat mir dann erklärt, dass das eine Weihnachtsbaumkugel ist, aber was soll ich denn mit einer Weihnachtsbaumkugel? Weiß Lorella nicht, dass ich ein Pony bin? Ich seh doch gar nicht aus, wie ein Baum. Ich bin doch nicht mal grün! Jedenfalls hat mir Lorella dann am Schopf rumgewuselt und den so komisch hoch gebunden und dort hat sie mir dann die Kugel dran gehängt und immer wieder gesagt, wie süß ich doch sei und wie niedlich und wollte mir immer die Nase streicheln. Aber anstatt Leckerlies aus der Tasche zu holen, hat sie wieder nur ihr Handy raus geholt und wollte immer, dass ich schön gucke. Aber ich wollte viel lieber nach schauen, ob sie nicht doch noch Leckerlies für mich hat und jedes mal, wenn ich einen Schritt auf sie zu gekommen bin, ist Lorella einen Schritt zurück gegangen. Na gut, dann hab ich halt noch mal schön in die Kamera gegrinst - Lorella macht das ja auch immer. Die anderen Pferde haben mich schon ausgelacht, weil ich so komisch aussehe. Dabei bin ich noch gut davon gekommen - meinen anderen Pferdekumpels wurde ein Rentiergeweih aufgesetzt. Menschen sind schon wirklich komisch...Einen schönen zweiten Weihnachtsfeiertag, eure Alin!

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Zum Lachen

Winter ist nur einmal im jahr

Was zunächst klingt wie eine alberne Parodie von dem Malle-Schlager, ist ja eigentlich eine feste Tatsache. Komisch nur, dass so viele Pferdemädchen immer vergessen, dass es früher oder später wieder kalt wird. Spätestens der Schnee am letzten Wochenende hat aber wohl alle Sommer-Blumenkranz-Stoppelfeld Träumer in die Wirklichkeit zurück geholt. Warum aber graut es uns Pferdemädchen eigentlich so vor dem Winter? Schließlich kann man zu dieser Jahreszeit doch sooo schön im Schnee reiten und tolle Fotos machen – Nicht. Sind wir mal ehrlich: Wer von euch mag den Winter denn wirklich? Oder besser gefragt: Wer von euch mag Winter mit Pferd bzw. am Stall?

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Zum Lachen

Des reiters fünfte jahreszeit - die pferd&jagd

Oder auch: Warum ich mich nie an Listen halte

 

 

Listen. Entweder man liebt sie oder man hasst sie. Ich liebe Listen irgendwie und schreibe auch total oft welche - eine To-Do Liste, eine Einkaufsliste, eine Shoppingliste, eine an-was-muss-ich-denken-Liste oder eine Pro- und Kontra Liste. Das Problem ist immer nur, dass ich meine Listen meistens nicht abarbeite. Das liegt auf der einen Seite vielleicht daran, dass ich immer viel zu viel auf meine Listen schreibe, was in viel zu kurzer Zeit erledigt werden muss oder auf der anderen Seite daran, dass ich immer wieder neue Dinge auf meine Liste schreibe, sobald ich davon etwas abgehakt habe.

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Zum Lachen

Springreiter vs. Dressur

In der gesamten Turniersaison 2017 war ich natürlich nicht nur zum Reiten auf den Turnieren, sondern vor allem zum Gucken. Wir Reiter gucken ja unglaublich gerne zu. Ob der Neuen im Stall beim Reiten, bei der ersten Springstunde, beim Runterfallen, bei der Bodenarbeit oder eben auf den Turnieren. Turniere geben uns schließlich soooo viel. Dort können wir Reiter aus jeder Klasse und jeder Sparte sehen. Je nachdem wo wir zugucken, fühlen wir uns mit unserer eigenen Reiterei hinterher viel besser oder eben viel schlechter. Im seltensten Fall stauben wir mal ein oder zwei Schleifchen ab, viel öfter allerdings noch eine Bratwurst zusätzlich, weil der Stand gleich schließen will. Neben unzähligen Kalorien, die wir jeden Turniertag aufnehmen, nehmen wir allerdings noch etwas ganz anderes auf:  Die Bestätigung sämtlicher Vorurteile gegen uns.

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Zum Schmunzeln

Was reiter verärgert oder "Ich war´s nicht"

Passend zu meinem letzten Beitrag, in dem es darum ging, welche Kleinigkeiten uns glücklich machen, wird es in diesem Beitrag darum gehen, was für Kleinigkeiten uns auf die Palme bringen. Grundsätzlich sind wir Reitermädchen ja ziemlich gelassen und hart im Nehmen:  

 

Ein 600 Kilo Pferd steht auf deinem Fuß? – Fünf Meter humpeln, Fuß ausschütteln und das war´s, gleich ist schließlich Unterricht.

Neue Reithose und dein Pferd erschreckt sich genau vor der tiefsten Matschpfütze? – Wir kennen es ja nicht anders. Kurz abgewischt und gut.

 

 

Die Prüfung startet anstatt um 12:00 Uhr doch erst um 15:00 Uhr? – Kein Problem, dann essen wir halt noch einen Crêpe, eine Bratwurst, zwei Stück Kuchen und schauen beim Springen zu.

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Zum Schmunzeln

Was Reiter entzückt

Wir sind ja nun wirklich eine ganz besondere Spezies. Das fällt vor allem auf, wenn sich mehrere Reitermädchen in einer Gruppe zusammen tummeln, und Außenstehende mal Mäuschen spielen. Auch die Vorurteile gegen uns Reitermädchen sind schier unendlich: Wir würden nur über Pferde sprechen, hätten nie Zeit und vor allem seien wir „voll reich“ – sonst könnte man sich ja so viel Schnickschnack gar nicht leisten. Und das Schlimmste ist: Wir würden uns angeblich mit nichts zufrieden geben. Und das stimmt ja nun mal absolut nicht. Eigentlich sind wir total schnell zufrieden gestellt und die besonders kleinen Sachen freuen uns am allermeisten…

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Hufkratzer Nr. 5

Wie Eichhörnchen

Viel Sport ist gesund, viel frische Luft hält das Gehirn fit. Vielleicht ist das ja bei jeder anderen Sportart so, aber definitiv nicht bei uns Reiter. Wir haben das kürzeste Kurzzeitgedächtnis, das es gibt. Wir können uns einfach Dinge absolut schlecht merken - das liegt bestimmt an dem permanenten Äppelmief, der uns in den Nasen hängt. Das, was jetzt gesagt wird, ist in fünf Sekunden schon wieder vergessen. Klassisches Beispiel aus einer Reitstunde:

Random Reitlehrer: "Nimm die Hacken runter und die Ellbogen an den Oberkörper!"

Ich, einen Zirkel weiter, sehe aus als würde ich zu dem Enten-Tanz tanzen und gleich abheben.

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Das Leid der Ponyreiter - Klein aber oho

Ponys für alle!

Ja, wir Ponyreiter haben es schon nicht leicht. Ein Pony zu besitzen sehen viele ja schon als Zeichen völliger Nutzlosigkeit und Nichtskönnen an, zu allem Überfluss werden die Ponys aber auf den Turnieren noch einmal unterteilt. Da gibt es dann K-, M- und G-Ponys. Klein, mittel und groß. Nicht nur, dass man abfällig betrachtet wird aka „die hat ja nur ein Pony“, jetzt wird noch zusätzlich separiert und K-Ponys dürfen an manchen Prüfungen nicht teilnehmen. Und ich hab schon einige kleine Welsh-Ponys gesehen, da könnten sich die ‚richtigen‘ Pferde eine Scheibe von abschneiden. Hier soll es jetzt aber mal um das Leid von uns Ponyreitern gehen.

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