Der schmale Grad

Zwischen Genie und Wahnsinn

Gestern waren wir mit Sunny zu zwei L-Dressuren unterwegs. Alin hatte mal 'frei' - eigentlich hätte ich mit ihr auch eine Prüfung gehabt, aber am Mittwoch waren wir zu einem Fotoshooting unterwegs und da stand sie schon wirklich verdammt lange auf dem Hänger (pro strecke 2 Stunde) und da wollte ich ihr das dieses Wochenende ersparen und außerdem hätten wir gefühlt mitten in der Nacht los fahren müssen...

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Hufkratzer Nr. 5

Wie Eichhörnchen

Viel Sport ist gesund, viel frische Luft hält das Gehirn fit. Vielleicht ist das ja bei jeder anderen Sportart so, aber definitiv nicht bei uns Reiter. Wir haben das kürzeste Kurzzeitgedächtnis, das es gibt. Wir können uns einfach Dinge absolut schlecht merken - das liegt bestimmt an dem permanenten Äppelmief, der uns in den Nasen hängt. Das, was jetzt gesagt wird, ist in fünf Sekunden schon wieder vergessen. Klassisches Beispiel aus einer Reitstunde:

Random Reitlehrer: "Nimm die Hacken runter und die Ellbogen an den Oberkörper!"

Ich, einen Zirkel weiter, sehe aus als würde ich zu dem Enten-Tanz tanzen und gleich abheben.

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Einmal Pommes rot/weiß

Des Reiters Essgewohnheiten

Reiten ist Sport. Darin sind wir uns alle einig – jedenfalls solange uns der Arzt nicht sagt „aber bloß keinen Sport machen!“ – dann schließen wir uns natürlich nur zu gerne der weitläufigen Meinung an, dass Reiten eben kein Sport ist und wir da ja bloß drauf sitzen. Im anderen Fall, bei so normalen Checkup Untersuchungen (die wir Pferdemenschen ja gerne immer hinten anstellen…), blühen wir regelrecht auf und fühlen uns wie die super Sportnerds. Auf den Fragebögen gibt es nämlich eigentlich immer die Frage „Wie oft machen Sie in der Woche Sport?“. Dann fühle ich mich schon fast mächtig, ja in diesem und nur in diesem Moment würde ich es sogar mit Sophia Thiel aufnehmen. Die einzige Antwort, die wir Reiter und Pferdebesitzer nämlich auf diese Frage geben können ist ‚7 Tage die Woche‘. Der Arzt guckt dann zwar immer sehr skeptisch, fragt aber gar nicht nach. Braucht er auch nicht. Bin ja direkt nach dem Stall hingefahren, um bloß keine Zeit zu verplempern. 

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MFG

Mit freundlichen Grüßen dein Rückgrat

Wir Reiter sind anders. In vielerlei Hinsicht. Und obwohl wir alle das gleiche Hobby ausüben, kann man uns noch lange nicht in einen Topf werfen. Aber was mir in letzter Zeit immer wieder auffällt ist, dass der Großteil aller Reiter wirklich ziemlich durchtrieben ist. Natürlich kommen in einem Stall meistens rund 20 gackernde Mädchen zusammen, exkl. Reitbeteiligungen wohlgemerkt. Dass da dann auch mal der Haussegen schief hängt, liegt wohl auf der Hand. Auch die kleinen Lästereien gehören einfach dazu irgendwie, aber warum entdecke ich so viele Reiter in einer Adaption von Dr. Jekyll und Mr. Hyde wieder?

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Vertrauen

Vertrauen aufbauen

Vertrauen ist der Grundstein jeder Pferd - Mensch Beziehung. So sagt es zumindest die Theorie, aber wie können wir Vertrauen überhaupt aufbauen? Ich finde nicht, dass man das nur daran messen kann, wie gut das Pferd in der Freiheitsdressur auf einen reagiert oder ob es auf der Weide freudig angaloppiert kommt, sobald man am Zaun steht und ruft. 'Zeit' ist das Schlüsselwort. Um eine gute Beziehung aufzubauen, braucht es einfach Zeit. Und so, wie wir charakterlich sehr unterschiedlich sind, so sind auch unsere Pferde total unterschiedlich. Die einen vertrauen sehr schnell, die anderen brauchen ihre Zeit dafür.

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Worum geht´s beim Hobby?

Rechtfertigung im Reitsport

Gerade im Reitsport muss man sich zunehmend rechtfertigen - wer dazu auch noch auf den social media Kanälen unterwegs ist und sich auch noch traut Bilder zu posten, der wird schon in der Luft zerrissen, bevor das Bild überhaupt vollständig geladen ist. Betreibt man dann auch noch einen Blog oder einen Youtube-Kanal arten die negativen Kommentare leicht in den vierstelligen Bereich aus.

Da will der eine eine hochgradige Lahmheit im Galopp erkannt haben, der andere sieht sofort den unpassenden Sattel auf dem Pferderücken und der nächste bemängelt den zu tief liegenden Nasenriemen und kommt mit seiner 'zwei-Finger-unterm-Jochbein' Logik - bei dem Reithalfter handelt es sich übrigens um ein hannoversches, aber solche Richtigstellungen werden meist nur mit einem 'du verstehst auch wirklich keine Kritik' abgetan...

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Vermisst mich mein Pferd?

Vermissen Pferde?

Das mit dem Vermissen ist so eine spezielle Sache: Wir vermissen unsere Pferde (auch unsere anderen Tiere) natürlich sehr, wenn wir für eine längere Zeit weg sind. Noch mehr freuen wir uns natürlich auch auf den Tag des Wiedersehens. In zahlreichen Videos sieht man ja immer wieder, dass sich Hunde oder Katzen so sehr über die Rückkehr ihres Besitzers freuen, dass mir schon beim bloßen Zusehen die Tränchen kullern. Und irgendwie erwartet man dann immer, dass es bei einem selber und seinen Tieren doch mindestens genauso sein muss. Wenn Hunde ihre Freude nur zu gern und offensichtlich zeigen, ist das bei Pferden aber irgendwie schwierig...

 

Wenn wir vermissen, können wir das sagen. Wir können traurig sein und darüber reden. Aber wie sieht ein trauriges Pferd aus? Können Pferde eigentlich weinen? Wie zeigen Pferde 'vermissen'? Oder können sie nur ihre Freude zeigen, wenn Jemand wieder kommt? Ich hab schon von vielen Pferden gehört, dass sie vor Kummer nichts mehr fressen, aber selbst gesehen, hab ich sowas noch nie. 

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Urlaub ohne Pferd

Gestern stand mal wieder eine Dressureinheit auf dem Programm und ich wollte tendenziell nur ein wenig die Lektionen abfragen und damit wär´s gut gewesen. Nächstes Wochenende starte ich für 3 Wochen in den Urlaub und vorher hab ich nur noch ein Turnier mit Sunny genannt – Alin hat quasi schon frei, wird dann aber während des Urlaubs von einer Freundin etwas mit bewegt. 

. Ich hab mal gelesen, dass man Pferde langsam auftrainieren sollte, aber ebenso behutsam auch abtrainieren. Jetzt wird das Pony immer sechsmal die Woche vernünftig bewegt (sonst hätte sie trotz fetter Weide bestimmt auch nicht ihre sportliche Figur) – vernünftig bewegt heißt bei mir einmal wöchentlich Dressurunterricht, zweimal Dressur in Eigenregie, ein- oder zweimal Stangentraining und dann geht´s den anderen oder eben die anderen Tage ins Gelände. Also wollte ich jetzt schon mal anfangen, sie etwas abzutrainieren und die Einheiten eben immer mehr verkürzen und eher zu vorwärts-abwärts Arbeit tendieren. Aber wie es nun mal IMMER ist, kommt es erstens anders und zweitens als man denkt. Aus dem ‚nur locker Lektionen abfragen‘ wurde doch nochmal intensive Arbeit, weil das dickköpfige Pony irgendwie unterbewusst selbst schon im Ferienmodus war und meinte, meine Schenkel nicht mehr annehmen zu müssen. Darüber hinaus wollte sie permanent stehen bleiben zum Äppeln, aber da hab ich sie einfach rigoros durch gedrückt und ich würde sagen, letztlich sind wir noch nie so sauber in den Seitwärtsgängen unterwegs gewesen.

Während ich im Urlaub bin, wird sie überwiegend an der Longe gearbeitet oder auch im Gelände bewegt. Das Problem bei dem Pony ist leider ihr super, riesengroßer Dickkopf. Wenn sie nicht will, dann will sie nicht und dann muss man schon die richtige Knöpfe drücken, ansonsten spielt sie gerne einfach mal Giraffe und würde wahrscheinlich nicht mal durch eine E-Dressur sauber durch kommen. Ach, was sag ich. E- Dressur? Nicht mal durch ´nen Reiterwettbewerb…selbst wenn er geführt wäre :D Aber genau deshalb liebe ich das Pony auch so sehr. Weil sie einfach nicht ‚berechenbar‘ ist, aber wenn es drauf ankommt, kann man sich zu 1000000000% auf das Superpony verlassen.

Drei Wochen Urlaub sind natürlich irgendwie eine ganz schön lange Zeit, aber auch eine tolle Zeit. Natürlich fehlen einem die Pferde ungemein, aber da zeigt sich wieder, wie wichtig es doch ist, dass man Menschen um sich hat, denen man seine Pferde anvertraut und wir Reiter sind da ja sowieso immer irgendwie ziemlich penibel was das angeht. Da trauen wir anderen nicht mal zu unsere Box vernünftig zu machen. Und fragt bloß nicht danach, was für eine Anleitung ich immer zur korrekten Mähnenpflege verteile. Das ist quasi ein richtiger Wälzer. Da hört es aber längst nicht auf: Gerade bei uns Haflingermenschen geht es in erster Linie darum, dass das Pony möglichst nicht zu nimmt und sich nicht die Mähne ausreißt und möglichst immer sauber ist und möglichst alle Zäune heile lässt und möglichst nicht ausversehen einen Finger mit isst, falls der dummerweise in der Nähe des Mauls lag und und und.

 

Ich hab jedenfalls tiefes Vertrauen zu meinen Mädels – die kennen mich lange genug und wissen, wie ich in Bezug auf das Pony ticke :D

 

Wie macht ihr das, wenn ihr länger in den Urlaub fahrt?                                                        

 

 

 

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Wenn´s mal nicht klappt

Es kann nicht immer klappen

Am nächsten Wochenende habe ich meine erste ‚richtige‘ L-Dressur. Also keine Dressurreiter, sondern die L2 und da muss ich ja natürlich üben. Ich frage mich eh, wie die vielen Reiter einfach so ohne Vorbereitung zum Turnier fahren können – würd ich mich gar nicht trauen oder besser: Ich würd´s einfach nicht machen, weil mir das Risiko zu groß wäre, dass irgendetwas vielleicht völlig schief geht oder so. Bei einigen Youtubern meckern die Leute auch immer von wegen ‚Wann fährst du denn endlich wieder zum Turnier? Dein Pferd kann das doch alles blablabla‘. Ja, schön und gut, wenn das Pferd das kann, aber wenn man sich selbst einfach nicht sicher fühlt, macht das ja irgendwie wenig Sinn, weil Losgelassenes und entspanntes reiten dann wohl gar nicht möglich ist, wenn ich nicht mal trainiert habe. 

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Review vom Wochenende - Das leidige Hintereinanderreiten

Mit Hafi zum Turnier

Am Wochenende war ich wieder unterwegs zum Turnier: Drei Prüfungen standen auf dem Programm. Eigentlich steht in der Zeiteinteilung ja immer drin, dass Ponys am Ende starten und so kann ich relativ gut kalkulieren, wann ich ca. immer dran bin. Je höher die Klasse ist, umso weniger Ponys sieht man in den Prüfungen und in den A** Dressuren sind meistens nicht mehr als fünf bis zehn Ponys vertreten – ergo bin ich immer recht weit hinten im Starterfeld. Irgendwie bereue ich es auch, dass ich Alin als Pony hab eintragen lassen, aber damals dachte ich halt noch, ich würde mal regelmäßig Springen reiten und da werden die Abstände für Ponys dementsprechend verkürzt. Aber nein, springen tue ich auf keinen Fall mehr :D

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Das Leid der Ponyreiter - Klein aber oho

Ponys für alle!

Ja, wir Ponyreiter haben es schon nicht leicht. Ein Pony zu besitzen sehen viele ja schon als Zeichen völliger Nutzlosigkeit und Nichtskönnen an, zu allem Überfluss werden die Ponys aber auf den Turnieren noch einmal unterteilt. Da gibt es dann K-, M- und G-Ponys. Klein, mittel und groß. Nicht nur, dass man abfällig betrachtet wird aka „die hat ja nur ein Pony“, jetzt wird noch zusätzlich separiert und K-Ponys dürfen an manchen Prüfungen nicht teilnehmen. Und ich hab schon einige kleine Welsh-Ponys gesehen, da könnten sich die ‚richtigen‘ Pferde eine Scheibe von abschneiden. Hier soll es jetzt aber mal um das Leid von uns Ponyreitern gehen.

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Erste L-Platzierung

Erste L-Platzierung

Am letzten Wochenende waren wir in Dassel zum Turnier und ich habe dort tatsächlich meine erste L-Platzierung gesammelt! 

Der ganze Bericht...

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Mal ohne Pferde...

Urlaub 'vom Pferd'

Hallo ihr Lieben,

 

ich war diese Woche in Weimar auf einer Exkursion von der Uni aus und hatte dementsprechend einfach mal Pferde frei. Das letzte mal so lange Zeit ohne das Monsterchen war im letzten Sommerurlaub - da war ich drei Wochen in Italien! 

Erschreckender Weise ist es aber auch mal ganz schön so ohne Pony und misten und putzen und Stall und Dreck...

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Ausreiten bei Sturm

Verlasspferd - Ausreiten im Sturm

Gestern war ich nun wie angekündigt ausreiten, aber leider verlief der Ritt nicht wie gewünscht. Das Wetter war eh so wechselhaft gestern, aber ein bisschen Regen schreckt uns normalerweise nicht ab - wir sind ja nicht aus Zucker. Warm einpacken und los geht´s!

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Sture Ponys

Vom Dressurpony zum bockigen Wildfang

Eigentlich kann jedes Pferd über A-Hindernisse springen und eigentlich kann jedes Pferd sauber durch eine A-Dressur laufen – hab ich jedenfalls mal gehört. Aber zwischen dem, was die Pferde und Ponys eigentlich können müssten und dem, was sie tatsächlich können, liegen manchmal Welten. Und dann gibt es da noch die Ponys, die etwas können, aber es dann, wenn gewünscht, partout nicht mehr machen. Vielleicht haben sie einfach auch ein verdammt kurzes Kurzzeitgedächtnis und von Reitstunde zu Reitstunde wird alles verlernt oder sie sind einfach stur  und haben keine Lust. Ich tippe auch auf letztere These, aber irgendwie ist es halt doch immer wieder enttäuschend, wenn plötzlich eine Lektion nicht mehr klappt.

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Turnier, Ehrenrunde, Seepferdchen, Weide und Putzen

Ein turbulentes Wochenende

Am Wochenende war irgendwie echt viel los: Wir waren zum Turnier, haben unseren Stall auf Vordermann gebracht, ein Vogelbaby gerettet und die Pferde auf die Weiden gebracht, aber alles von vorne…

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Abteilungsreiten

E- und A-Dressuren: Wie ich anderen die Prüfung versaue - How to

Diesen Beitrag widme ich allen, die Turniermäßig noch im E- oder im A-Dressurbereich unterwegs sind…

 

 

Es fängt ja schon damit an, dass wir die Einzigen sind, die irgendwie nicht alleine reiten dürfen. Die Springer dürfen es, die Jungpferde dürfen es und alle ab L-Dressur dürfen es, nur wir nicht, wir müssen in einer zweier Abteilung reiten und ich hab auch schon gehört, dass viele A-Dressuren sogar in einer Abteilung mit vier Reitern geritten werden. Um den anderen jetzt so richtig schön die Prüfung zu versauen, habe ich einen kleinen Leitfaden zusammen gestellt:

 

 

1.       Der Abreiteplatz: Hier könnt ihr am besten damit beginnen, die Vorbereitung und somit die Prüfung der anderen Teilnehmer negativ zu beeinflussen. Ihr dürft euch einfach niemals an die Bahnregel halten. Ignoriert sie. Hier geht es ums blanke Überleben und den größt möglichen Platz. Abreiteplätze sind nämlich immer zu klein und eigentlich immer überfüllt! Motto: Wer bremst, verliert!

 

Stresslevel 10.

 

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Abgaloppieren

Abgaloppieren

Morgen steht wieder ein Turnier an. Irgendwie sind wir diesen Monat wirklich jedes Wochenende unterwegs, aber ich freu mich trotzdem immer wieder drauf. Ich versuche das Training immer ausgewogen zu halten. Mittlerweile weiß ich, dass ich den Tag vor dem Turnier zum Beispiel unbedingt noch mal alle Lektionen abfragen muss, sonst stellt sich Alin irgendwie immer auf den Chillmodus. Letztes Wochenende war sie eher faul und triebig als motiviert und hab mir gewünscht, dass sie lieber etwas spritziger ist. Mein Wunsch wurde gestern auch abrupt erfüllt und ich kann euch sagen, es ist nicht schöner, wenn die Pferde spritziger sind.

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Druck im Reitsport

Druck im Reitsport

Eigentlich ist die Reiterei ein Hobby. Ein Hobby, das wir alle gerne ausüben und was uns alle eigentlich verbinden sollte. ‚Eigentlich‘ – dieses kleine Wörtchen, das mir im Verlauf der letzten Beiträge immer häufiger auffällt und mich begleitet. Eigentlich hätte natürlich jeder gerne eine gute Wertnote, eine Schleife, ein schöneres Pferd mit tolleren Gängen…So können wir unser Pferd entweder als ‚Austauschartikel‘ betrachten und uns immer ein neues kaufen, wenn wir nun gerade Lust haben oder wir boxen uns mit dem einen Pferd durch.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

(Foto: Keine Schleife, trotzdem glücklich)

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Starbesuch bei Janne Meyer-Zimmermann

Zu Besuch bei Janne Meyer-Zimmermann

Vor einigen  Wochen war ich zu Besuch bei Janne Friederike Meyer-Zimmermann auf ihrem Hof in Hamburg und hab mich dort ein wenig umgeschaut. Das hier mit ganz viel Liebe ins Detail gearbeitet wurde, ist nicht zu übersehen. Rot gepflasterte Wege, liebevoll angelegte Grünflächen und ganz viele Bäume. Fotos an der Wand im Stall und eine Sattelkammer, die Andere wohl eher schon begehbaren Kleiderschrank nennen würden. Wunderschöne Boxen mit hellbraunem Holz und großen Fenstern, aus denen jeweils ein neugieriger Pferdekopf raus schaut. Da musste ich dann unweigerlich an die Immenhofgeschichten denken und den Traum eines jeden Mädchens, einmal einen eigenen Stall und Reiterhof zu haben. Wovon wir anderen eher nur träumen können, hat sich Janne erfüllt. Auch das mit der Reitkarriere hat geklappt. Wer träumt nicht davon, einmal gegen die Großen an den Start zu treten? Aber das ist eben nicht alles und schon gar nicht das höchste Ziel, was es zu erreichen gilt.

 

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Änderung zum Verkauf von Tieren in Österreich

Neuerung des österreichischen Tierschutzgesetzes zum Verkauf von Tieren

Österreich verfügt wohl über das umfangreichste und tiergerechteste Gesetz überhaupt, aber Änderungen des österreichischen Tierschutzgesetzes stoßen derzeit auf heftige Kritik und rege Diskussionen. Was besagt die Änderung nun genau? Was ändert sich beim Verkauf von Tieren? Wie kann ich zukünftig ein Tier kaufen oder verkaufen?

 

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Mustangs in Deutschland

Der Traum vom Wildpferd - Mustang Makeover kritisch betrachtet

Here I am, this is me. There´s nowhere else on earth I´d rather be, here I Am… Uhh ja, diesen Song kennt wohl jedes Pferdemädchen! Gerade beim summen der Melodie checke ich erstmal schnell, ob ich den Film irgendwo streamen kann…legal natürlich…bei Amazon Video. SPIRIT - Das Wildpferd schlecht hin. Für die realitätsnahe Fraktion gibt es da auch noch Cloud, den wilden Hengst aus den Rocky Mountains, der Spirit optisch irgendwie ähnelt – ist das ein Zufall? Der Mythos Mustang hält sich hartnäckig. Da scheint es irgendwie passend, dass das ‚Mustang Makeover‘ jetzt auch bei uns in Deutschland angekommen ist.

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Von der Erwartungshaltung beim Reiten

Wenn´s einfach nicht klappen will

Es gibt zwischendurch immer mal diese Tage an denen eigentlich nichts funktioniert und gestern war so ein Tag. Am Wochenende war ich nicht da, also konnten die Ponys einfach mal ihre Freizeit genießen und vor allem die schönen, warmen Sonnenstrahlen. Gestern sollte es dann aber wieder losgehen! Also Ponys von der Weide geholt und fertig gemacht. Sunny war super gut drauf und hat prima mitgemacht, deshalb ‚musste‘ sie auch nur vielleicht 25 Minuten arbeiten. Mit Alin war ich genauso guter Dinge, was leider ein Irrtum war.

 

 

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Ausritt mit Wassershow

Seele baumeln lassen beim Ausreiten und Wasseraction

Nach dem anstrengenden Turnierwochenende haben wir uns mal eine kleine Auszeit gegönnt und haben letzten Sonntag eine richtig schön große Runde draußen gedreht! Stehen lassen wollte ich nicht, weil mir das Muskelkaterrisiko zu groß war und schon wieder Platzarbeit – dazu hatte ich keine Lust und vor allem wollte ich ja auch, dass sich die Ponys mal richtig entspannen. Also gesagt, getan!

 

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Es geht bergauf - Turnieredition - erfolgreicher Start

Die Dressuren 'gerockt'

Am zweiten Tag mussten wir hingegen sehr früh aufstehen. Um vier Uhr hat der Wecker schon geklingelt. Prüfungsbeginn war zwar erst um 8:30 Uhr, aber ich wurde mit Sunny ganz nach vorne gestellt, damit ich dann zu Alins Start auch noch genug Zeit hatte zum fertig machen und abreiten. Als wir im Stall angekommen sind war natürlich noch alles stockdüster und das Pony hat sogar noch gelegen und mich dann ganz verschlafen angeschaut, als ich das Licht angemacht habe. Und natürlich war die GANZE Mähne wieder aufgetüdelt und ich musste komplett neu einflechten.

 

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Es geht bergauf! - Fortschritt beim Reiten - Turnieredition

Dressur A** - 7.0 und 6.7

Das letzte Wochenende war zwar ziemlich anstrengend, aber gelohnt hat es sich alle male! Gleich vorne weg: Ich bin so mega zufrieden und so ‚erfolgreich‘ noch nie in allen genannten Prüfungen gewesen! Bei Sunny hab ich mir eher weniger Sorgen gemacht. Entweder wird’s blöd oder eben richtig gut. Ich konnte sie auch ganz schlecht einschätzen, ob sie jetzt vielleicht total überdreht und nervös ist oder total gechillt. Und ich hatte Glück: Sie war die absolute Ruhe selbst!

 

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Auf der Equitana

Die Messe - ein Überlebensguide

 

Am Wochenende war ich auf der Equitana – zum ersten und auch zum letzten Mal. Es fing damit an, dass die Stadt Essen wohl der Meinung war, man könne einfach 5 der Parkhäuser abreißen, weil „wer geht schon auf Messen“, aber da haben sie weit gefehlt. Reiter gehen auf Messen! Sämtliche Reiter! Es fing also schon mal mit dem Parkplatzproblem an. Die Messe eröffnete um 10 und um 9 Uhr war die Stadt schon so brechend voll, dass man für 100 Meter locker 20 Minuten brauchte.

 

 

 

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Der Pferdeführerschein

Der Pferdeführerschein

Den Hundeführerschein gibt es ja schon, also liegt es doch nahe, auch einen Pferdeführerschein einzuführen, den man vorlegen muss, wenn man sich ein Pferd kaufen möchte. Und der muss am besten auch mindestens 4 Wochen dauern, ganz viele Lehrvideos enthalten und Pflichtlektüren, es müssten Tests geschrieben werden und natürlich die Praxis darf nicht fehlen – heißt: Der Basispass Pferdekunde müsste auch Bestandteil sein. Das wäre zu schön!

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Löwen Classics

Springpferd oder Rennschwein?

 

Die LöwenClassics – internationaler Springsport gleich um die Ecke und quasi fast zum Anfassen! Ich liebe es bei großen Turnieren zuzuschauen und den ‚richtigen‘ Reitern über die Schulter zu gucken. Also bin ich am Wochenende in Braunschweig gewesen und hab ein bisschen Elite-Sport-Luft geschnuppert. Da fühlt man sich allein schon durch die bloße Anwesenheit der Größen im Springsport irgendwie auch gleich größer und besser und wichtiger – ist man aber eigentlich gar nicht und das wird einem gleich bewusst, wenn man den Parcours sieht. Ich wäre wahrscheinlich schon beim bloßen abgehen des Parcours ohnmächtig geworden und hätte hyperventiliert, aber die Profis machen das so gelassen, als würden sie zum Supermarkt gehen oder aufs Klo.

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Der Nase nach

Richten der Nase nach

 

Alle Dressurreiter kennen das. Die eine Frage. Die eine Antwort. ‚Warum reite ich eigentlich Dressur? Springen ist viel fairer!‘ -  Entweder die Stange fällt oder eben nicht!

Ich kenne diese Frage auch nur zu gut! Letztes Turnier zum Beispiel haben zwei Damen gerichtet, die anscheinend eine sehr große Vorliebe für große schwarze oder dunkelbraune Pferde hatten. Gerne auch mindestens 170 cm groß und die Kleidung der Reiterin musste auch perfekt passen: auf jeden Fall schwarzes Jackett, nicht zu viel Glitzer, schlichtes Plastron und auf Hochglanz polierte Stiefel.

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Verkaufsschlager

Nur ein Taktfehler

 

„Neeeeeeeeein, der lahmt nicht, das ist nur ein Taktfehler.“ Ja, hab ich schon oft gehört, glaub ich trotzdem immer noch nicht. Ein Pferd kaufen ist die eine Sache, ein Pferd zu unterhalten die andere. Wenn einer über den Kaufpreis von 8000 € ins Stocken gerät, weil sein geliebter Vierbeiner eben nur 200 € und ´nen Sack Möhren gekostet hat, sollte sich bloß nicht die jährlichen Durchschnittskosten ausrechen. Ich verrate euch ein Geheimnis: Jedes Pferd kostet Geld, egal welche Rasse und welche Größe.  Wir rechnen jetzt zum Spaß trotzdem mal und gehen von einem Pensionsstall mit Box, Weide, Paddock, Halle, Reitplatz und ‚Rausbring-Service‘ aus:

Box 250 € (Durchschnittswert)

Müsli 20 € (1x pro Monat)

Möhren, Äpfel usw. 10€

Hufschmied 40 € (kommt ca. alle 8 Wochen mit 80€)

BENZIN zum Stall 70€ (durchschnittlich 15 Km pro Fahrt, Hin und zurück, im Monat 900Km)

Neue Schabracke, Putzkram, Leckerlies, Bandagen o.ä. 20 €

 

Macht im Schnitt pro Monat einfach mal 410€ und auf´s Jahr hoch gerechnet… ja…ähm….jedenfalls verdammt viel! Und um dem allgemeinen Glauben, Ponys sind kleiner und kosten deshalb auch weniger, entgegenzuwirken, nein – dem ist nicht so. Auch ein Shetty möchte gern etwas zu fressen haben und nicht unbedingt im Fahrradschuppen ohne Kumpels untergebracht werden. Fangen wir gar nicht erst davon an, dass auch ein kleines Pferd dolle krank werden kann. Das kostet nämlich nicht weniger, nur weil der halbe und nicht der ganze Arm des Tierarztes im A**** steckt.

Das lässt sich unendlich fortführen mit der korrekten Ausrüstung und und und, aber am meisten ärgert mich diese Ungerechtigkeit. Ich mache und tue damit es meinem Pferd gut geht und rufe vielleicht auch einmal zu viel den Tierarzt, aber dafür muss ich mir keine Vorwürfe machen. Andere Leute, ja die pfeifen auf Tierärzte und holen lieber eine Bekannte von der Bekannten eines Freundes, die mit Handauflegen versucht, den Einschuss zu kurieren. Oder bei schlimmem Husten einfach ein paar Kräuter pflücken geht und etwas Hustensaft aus der Drogerie verfüttert – natürlich in ähnlicher Dosierung wie ein Erwachsener bekäme – und mein Pony ist letztlich das Leittragende, dass sich den Rotz auch noch einfängt und ICH rufe natürlich wieder den Tierarzt, weil jeder mit etwas Verstand weiß, wie schlimm sich Husten beim Pferd entwickeln kann.

 

Oder der Irrglaube, dass ein lahmendes Pferd irgendwann über die Lahmheit hinweg geritten werden kann. Ja sicherlich, ist was kaputt, wird’s natürlich besser wenn man weiterhin voll Kette gibt und Jagden reitet...NICHT. Da muss dann auch keiner kommen von wegen ‚der läuft sich gleich ein, dann siehts schon besser aus‘. ‚Nur ein Taktfehler‘ – diese Aussage ist ein absoluter Verkaufsschlager!  Wie viel Lust ich doch hätte, einmal mit Sporen und Peitsche bewaffnet hinter solchen Leuten herzulaufen…nachdem sie vom Pferd gestürzt sind…und sich das Knie verdreht haben…und den Knöchel verstaucht…das wird ein Spaß. JIHAA!

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Aufregung

Turnierreiten - warum eigentlich?

Das erste Turnier der Saison steht an! In meinem letzten Beitrag hab ich ja ganz wacker Tipps und Tricks erläutert und beschrieben, aber die Aufregung nehmen sie leider trotzdem nicht. Ja, ich fühle mich super vorbereitet, aber trotzdem hab ich Bammel. Ich weiß gar nicht genau wovor, vielleicht davor, dass ich mich blamiere? Dass Jemand über mich lacht? Dass Jemand über mein Pony lacht? Was, wenn die Richter mich nicht leiden können oder mein Pferd. Oder Alin springt auf einmal zur Seite oder rennt dem anderen Pferd hinterher oder bleibt einfach stehen und äppelt…Es gibt tausende Szenarien, die ich mir vorher immer in den buntesten Farben ausmale und keins davon geht gut aus. Obwohl ich eigentlich keinen Grund zur Sorge haben müsste, weil die letzte Saison ja auch gut lief. Aber ich kann einfach nichts dagegen machen.  Eigentlich sollte man sich sagen: Hey, selbst wenn es nicht klappt, du hast teilgenommen, du warst gut vorbereitet, aber alles kannst du halt nicht beeinflussen! Beim nächsten mal wird´s wieder besser! Kann jedem passieren – egal wie routiniert man ist.

Das sag ich mir auch..heute…einen Tag vor dem Turnier…morgen sag ich mir aber wahrscheinlich nur noch: Lass es lieber gleich sein. Fahr gar nicht erst los. Warum tust du dir diese Aufregung und diesen Stress überhaupt an? Wem willst du etwas beweisen? Dir selbst? Oder den anderen?

Und diese Frage stelle ich mir seit geraumer Zeit: „Warum mache ich das? Warum mache ich das, so wie ich es mache? Mich zwingt ja niemand. Brauch ich das für mich selber?" – Ich weiß es nicht, aber vielleicht finde ich es irgendwann raus. Vielleicht diese Saison…

 

Wären wir im Reitsport doch alle nur etwas fairer und lockerer. Kann man sich nicht für jeden freuen? Egal was er oder sie mit ihrem Pferd schafft, macht und erreicht? Einfach den Arm um die Schulter legen und sagen ‚nächstes mal wird´s besser‘. Ja, wir machen uns häufig über Fußballspieler lustig mit ihren Schwalben und den ganzen ‚Wehwehchen‘, während wir sofort wieder aufsteigen, nachdem wir aus 160cm Höhe mit 55Km/h volle lotte in einen Sprung gekracht sind, von dem jede einzelne Stange 15 Kg wiegt und an so einem Sprung sind viele von den Stangen… Aber nach einem Spiel reichen sich trotzdem alle nochmal die Hand und selbst die Verlierermannschaft ist vielleicht erst mal enttäuscht, aber spätestens in der Umkleidekabine wird die Kiste Bier raus geholt, das Spiel vergessen und man freut sich einfach nur unter Freunden zu sein, die den gleichen Sport lieben.

 

Und wir lieben doch auch alle diesen Sport – oder etwa nicht? Lasst uns zur Abwechslung doch auch einfach mal öfter die Hände reichen…

 

 

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Turniervorbereitung

Meine Turnierroutine - Training

Am kommenden Wochenende startet nun auch endlich die Turniersaison 2017 für mich! Zwei A-Dressuren sind genannt - eine A* und eine A**.

Das Leid der Klasse E und A Reiter ist natürlich offensichtlich: Wir reiten in zweier Abteilungen. Da kann man leider nicht wirklich immer beeinflussen, wie eine Prüfung verläuft. Entweder ist das Pferd vor einem total schnell und das eigene klebt oder es ist total lahm und man kann weder Mitteltrab noch Mittelgalopp zeigen. Natürlich muss man halt Abstand halten, aber wie lange soll ich nach der Grußaufstellung bitte Vorsprung gewähren? Sieht auch irgendwann blöd aus. Und soviel Zeit gibt das gaaaaaaaanz Tief in die Ecken ausreiten nun leider auch nicht her.

Also brauchen wir ein paar einfache Tipps und Tricks, um uns das Leben zu vereinfachen.

 

1. Mindestens 8 Wochen vor dem ALLERERSTEN Turnier beginnen, Aufgaben zu reiten (nicht nur einzelne Lektionen).

2. Einmal pro Woche die Prüfungsaufgabe bewusst durchreiten. Egal, ob euer Pferd scheut, bockt, eine Lektion nicht klappt oder nicht stetig in der Anlehnung ist. Dieses konsequente 'Durchreiten' ist besonders wichtig für die Vorbereitung - im Prüfungsviereck habt ihr auch keine zweite Chance! Gelingt eine Lektion nicht, versucht einfach die nächste umso besser und sauberer zu reiten!

3. Wenn ihr im E- und A-Bereich unterwegs seid, bittet doch jemanden aus eurem Stall, eure Aufgabe gemeinsam als Abteilung zu reiten. Mal reitet ihr hinten und mal reitet ihr vorne. Um das Training noch realer zu gestalten, bittet euren Mitreiter einmal bewusst schnell und einmal bewusst langsam vor euch zu reiten. So könnt ihr überprüfen, ob ihr euer Pferd gut unter Kontrolle habt oder ob es zum Beispiel am Vordermann klebt und hinterherrennen will.

4.Trainiert nicht nur, wenn ihr in eurer Halle oder auf eurem Platz Ruhe habt. Der Abreiteplatz ist meistens auch total überlaufen und trotzdem müsst ihr es irgendwie schaffen, dass ihr euer Pferd vernünftig warm reitet und vorbereitet. 

5. Wenn die Aufgabe zu Hause nicht klappt, dann versucht´s erst gar nicht auf dem Turnier. Klingt erstmal logisch, aber wirklich, nehmt es euch zu Herzen!

6. Betont eure Stärken und versucht die Schwächen etwas zu vertuschen! 

Zum Beispiel:

 

Euer Sitz ist nicht so schön: Achtet bewusst immer dann auf euren Sitz, wenn ihr die Mittellinie durchreitet oder an den kurzen Seiten seid - hier sehen euch die Richter im Profil und begutachten vor allem den Sitz.

 

Euer Pferd steht nicht perfekt in Anlehnung: Dann versucht in jeder Ecke durch halbe Paraden und einen verstärkten inneren Schenkel euer Pferd mehr zu versammeln und es an das Gebiss heran zu treiben.

 

Trab- oder Galoppverstärkung gelingt nicht ganz: Nehmt euer Pferd in der Ecke bewusst zurück, so entsteht der Eindruck von noch mehr Schubkraft!

 

Lasst euch auf dem Turnier auch möglichst viel Zeit und kommt nicht auf den letzten Drücker an. Es nimmt wirklich ungemein die Anspannung, wenn ihr erstmal in Ruhe den Abreiteplatz und die Halle begutachten könnt. Auf dem Abreiteplatz gibt es meist mehr Pferde als Platz und um da die Ruhe zu bewahren, braucht es wirklich stahlharte Nerven. Die Schrittphase würde ich, wenn die Möglichkeit gegeben ist, immer auf einem Feldweg umsetzen. Hilfreich ist es auch, wenn ihr beim Abreiten beruhigende und leise Musik hört (nicht unbedingt HardRock - ihr wollt ja ruhiger werden ;) )

 

Viel Erfolg für euch! 

 

 

 

 

 

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Wo ist der Mut?

Springlehrgang bei Fabian Lipsky

Gleich vorne weg:

Ich bin heute (Sonntag) nicht noch einmal gesprungen! Ich hab mich einfach nicht getraut. Gestern war alles ganz okay, aber Springen ist einfach nichts mehr für mich. Überhaupt nicht. Ich war erst wieder erleichtert und konnte richtig durchatmen, als ich von Alin absteigen konnte. Erst da hat sich mein Herzschlag wieder normalisiert.

 

Ich weiß nicht, wodurch diese riesen Angst kommt, aber sie sitzt einfach fest verankert in meinem Kopf und wenigstens habe ich es jetzt noch einmal ausprobiert und bin einfach zu dem Schluss gekommen, dass ich nicht mehr Springen möchte, dass ich mehr die Dressurdiva bin. Ich finde es auch überhaupt nicht schlimm zu so einer Erkenntnis zu kommen, ich bin einfach nur erleichtert, dass dieser Gedanke an das Springen nun wirklich endgültig verflogen ist. Ich bin weder runter gefallen, noch gab es brenzlige Situationen. Es waren alles nur kleine Hindernisse: hauptache In-Outs in Cavaletti Höhe und kleine Oxer und kleine Steilsprünge. Bei jedem Anreiten ist mein Herz mir in die Hose gerutscht, aber ich hab die Stunde durchgezogen.

Alin hat die Sprünge auch angezogen und sichtlich Spaß gehabt, aber umso mehr hatte ich das Gefühl nur Beifahrer zu sein und keine Kontrolle zu haben. Dadurch hab ich mich natürlich auch total verkrampft und versteift. Je mehr Galopp Alin hatte, desto mehr hab ich versucht, dagegen zu halten - das klappte natürlich nicht und wir haben total aneinander vorbei kommuniziert.

Heute bin ich dann ein bisschen Dressur geritten und das ist es einfach! Das macht mir Spaß und das ist mein Ding und das ist auch einfach Alin´s Ding. Trotzdem werde ich natürlich weiterhin viel mit Stangen arbeiten und den Neujahrssprung lasse ich mir auch nicht entgehen, aber ansonsten bleibe ich lieber auf dem Boden. :) Und mir geht´s super gut mit der Entscheidung!

 

Fabian Lipsky ist aber ein super guter Trainer. Er hat zu Beginn der Stunde erstmal mit Jedem Reiter unserer vierer Gruppe kurz gesprochen und nach Vorerfahrung und Leistungsstand gefragt. Ich hab ihm natürlich von meiner Situation und der Angst erzählt und er hat super Rücksicht genommen. Hat mir Tipps gegeben, ich bin viele Sprünge aus dem Trab angeritten, er hat sich direkt neben die In-Outs gestellt, damit das Pony nicht vorbei läuft und hat mir einfach Sicherheit gegeben. Die anderen Teilnehmer haben sich aber nicht daran gestört und Fabian hatte auch kein Problem damit, nach mir die Sprünge für die anderen immer wieder höher zu bauen.

Mit dem Gefühl, heute nicht mehr zu fahren, ging es mir super gut. Ich war zum Zuschauen zwar da, weil noch zwei Freunde von mir mit geritten sind, aber näher möchte ich einem Parcours auch nicht mehr kommen. Heute gab es Wassergräben, Unterbauten und neonorange Pylonen unter den Sprüngen – also absolut die richtige Entscheidung! Puuuuuuuuh!

 

Bei Youtube gibt es Mittwoch zum Lehrgang direkt ein Video.

 

Dieses Video handelt von meiner Vorbereitung :)

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Tierquälerei oder was?

Der vernünftige Umgang mit dem Pferd

„Also ich finde Boxenhaltung total unnatürlich und schon echt grenzwertig!“ – Ähhhh was? Also was manche Leute echt unter Tierquälerei zählen und andere Sachen dann nicht mehr ist wirklich verblüffend. Spricht man mit einem hardcore PeTa Mitglied oder einem Veganer oder Fruttarier oder Jemandem, der von kosmischer Energie lebt, über das Reiten, sind wahrscheinlich alle Reiter und Pferdebesitzer Tierquäler. Ihr lieben Leser, nicht vergessen, Ausnahmen bestätigen die Regel. Nur mal so um mich abzusichern.

Da wird dann schon das bloße Besitzen von Pferden wahrscheinlich als Quälerei ausgelegt. Ist ja logisch. Genauso wie die armen, bemitleidenswerten Hot-DOGS, die in einem winzigen Brötchen eingesperrt werden. Nein, aber jetzt mal ehrlich: Ich denke, es gibt einige Dinge, die ohne zu zögern der Tierquälerei zugeschrieben werden können, jedenfalls wenn man einen normal ausgebildeten Verstand besitzt. Dazu gehört zum Beispiel das Soring. Das ist ekelhaft und überhaupt nicht vertretbar! Und warum die blonde Schmalzlocke aka Präsident jetzt das Soring-Verbot wieder auf Eis gelegt hat, ist für mich unverständlich. Was ist falsch bei den Leuten???

Boxenhaltung ist auch keine Tierquälerei. Jedenfalls nicht, wenn es sich um eine ausreichend große Box handelt und das Pferd trotzdem täglich auf die Weide kommt. Natürlich wäre Offenstall sicherlich besser und natürlicher, aber

1.       Gibt es nicht überall einen geeigneten Offenstall, der alle Anforderungen erfüllt. (Ein Holzunterstand ohne fließend Wasser, ohne Heuraufe, ohne Reithalle, ohne Reitplatz, matschig, unordentlich usw. zählt für mich eben nicht dazu)

2.       Sind alle Pferde, genauso wie wir auch, unterschiedlich. Manche fühlen sich draußen wohl, andere bekommen sofort eine Kolik, wenn sie im Winter z.B. kalt werden oder nasses Heu fressen oder sie ‚haben es einfach nicht so‘ mit anderen Pferden auf einem eingegrenzten Bereich.

3.       Ist es jedem selbst überlassen, wie er sein Pferd unterstellt. Ausgenommen natürlich Ständerhaltung oder sowas.

Auch diese Gebissthematik kann ich nicht nachvollziehen. Jemand, der ein Gebiss ordentlich verschnallt und ruhige Hände hat, kann wohl nicht mehr kaputt machen als Jemand, der lieber ein Hackemore mit 30 cm Anzügen wählt. Auch der Sperrriemen ist so eine umkämpfte Erfindung. Wir alle haben doch wohl die ‚zwei Finger müssen zwischen Nasenrücken und Riemen passen‘ Regel gelernt? Und wenn man sich daran hält, dann kann das Pferd immer noch super Kauen. Muss man unbedingt unter jeder Bild mit Sperrriemen seinen Senf dazu geben? Oder noch besser unter jedes Bild OHNE Sperrriemen großes Lob für die Pferdefreundliche Behandlung aussprechen und gleich in eine ‚Ich reite ohne Sperrriemen, weil ich liebe mein Pferd‘ Gruppe einladen? Ähhhhhhh NEIN.

Auch Sporen und Gerte sind, richtig und korrekt eingesetzt, keine Qual, sondern lediglich Hilfsmittel, um die Hilfen einfach präziser geben zu können. Reagiert mein Pferd natürlich auch ohne diese Hilfsmittel super und prompt, na dann lass ich sie halt weg. Aber lieber einmal ein klares Kommando, als Trommelspielen an der Pferdeflanke mit den Hacken.

 

‚Pferdegerecht‘ ist die Devise. Und das kann man in allen Reitdisziplinen erreichen.

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Kosenamen

Verrückte Pferdenamen

Ja, jedes Pferd hat davon zahlreiche und die meisten lassen sich nicht mal von ihrem eigentlichen Namen ableiten – die Rede ist von Kosenamen. Viele Reiter sind auf dem Turnier auch immer wieder total verdutzt, wenn man in die Prüfung reitet und vorgestellt wird und dann wird der Pferdename erwähnt und man muss erst mal schnell nachprüfen, ob man wirklich auf dem eigenen Vierbeiner sitzt. Und ja, man tut es. Hatte den komischen Namen nur irgendwie verdrängt oder sich eigentlich vorgenommen, den schon seit Jahren ändern zu lassen, aber wozu? Man ruft das Pony eh immer anders.

Ich bin wirklich die Königin in Sachen Kreativität bei der Namensfindung. Mein Pony heißt nämlich in aller Munde ‚Pferdi‘ – sehr einfallsreich, ich weiß. Beliebt ist aber auch ‚Muckelchen‘. Auf die Namen hört sie eh nicht, eher auf das Rascheln einer Plastiktüte oder wenn ich ganz demonstrativ laut von einer Möhre abbeiße, damit kann ich mir meistens den Weg durch den Schlamm ersparen und das Pony kommt wie von Zauberhand zu mir. Die Zahl derer, die ihr Pferd wirklich mit richtigem Namen ansprechen ist sowieso schwindend gering. Wäre ja auch wirklich komisch, wenn ich ‚Alin 22 - komm her‘ brüllen wurde. Nicht, dass die Passanten denken, bei unserem Stall würde es sich um ein Versuchslabor für Tiere handeln…

 

Die Namen der Pferde kann man grob in 6 Kategorien einteilen:

 

Alkohol - Bacardi, Tequila, Amaretto, Guinness, Brandy

Film und Fernsehen – Black Beauty, Spirit, Dreamer, Sundance, Tabaluga, Fury

Exterieur – Blacky, Snowy, Fox, Beauty, Bella, Prinz, Dicker, Mopsi

Niedlich – Max, Moritz, Amadeus, Sabrina, Wendy, Dixie, Asterix und Obelix

Wetter - Tornado, Stormy, Rain, Snowflake, Blizzard

Essen und Trinken – Pepsi, Nutella, Cappuccino, Keks, Krümel

 

Dann gibt es natürlich auch noch die Rassebedingten Namen. Schaut euch mal um. Kein Mensch würde seinen Araberhengst ‚Bernhard‘ oder so nennen. Da findet man nur sowas, wie ‚Maharadscha‘ oder ‚Alisha‘.

Aber es gibt da natürlich auch Ausnahmen. Kuriose Namen oder Menschen die einfach zu doof sind. Eine Bekannte hat von einem neuen Pferd im Stall erzählt, dass ‚Gaul – Tier‘ heißt. Bis mir klar wurde, dass nicht der Besitzer bekloppt ist, sondern mein Gegenüber. ‚Gaul-Tier‘ entpuppte sich nämlich als ‚Gaultier‘ – also das Parfüm und das hat rein gar nichts mit dem ‚Gaul‘ zu tun.

Aber dadurch angeheitert habe ich mich auf die Suche gemacht nach wirklich schrecklichen Namen. Ladies and Gentlemen, welcome to ‚Schrecklichste Pferdenamen aller Zeiten‘:

 

 

1. Muschi

2. Furze Busch

3. Schnitzel

4. Salami

5. Puff Hannover

6. So what

7. Bums

8. Tyngwndwn Mathrafal Lady

 

Wtf?? Wie zum Teufel soll man sowas ausprechen? Wie zum Teufel soll das jemand auf dem Turnier aussprechen? :D 

"Puff Hannover - nimm sofort deine Nase aus der Schubkarre!"

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Franklin-Bälle

Reiten mit Franklin-Bällen

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Nach der Saison ist vor der Saison Teil II

Das ist wirklich so eine Begebenheit, die ich absolut nicht verstehen und nachvollziehen kann. Das man vielleicht im Ponyclub hintereinanderher reitet oder so ganz am Anfang der reiterlichen Karriere ist ja schön und gut, aber muss das auf den Turnierplätzen wirklich sein? Natürlich reiten in diesen Klassen die meisten Leute mit, aber ein Turniertag geht eh meistens von 4:00 Uhr früh bis 20:00 Uhr abends, bis man dann endlich geduscht zu Hause ist. Da macht es doch nichts, auch einfach in den niedrigen Klassen schon einzeln reiten zu lassen. Pauschal würde ich behaupten, dass mindestens 50% aller Teilnehmer besser abschneiden würden, wenn sie alleine reiten könnten. Bei uns in der Gegend starten in den Dressuren zum Glück Ponys und Pferde nicht ein einer Abteilung zusammen, aber auch unter den Ponyreitern kann das echt zu Beef führen.

 

 

 

 

Da will man zeigen, was man kann und dann schaut man schon voller Furcht auf die Startertafel und sieht…dass man hinten reiten muss. Dann wird natürlich nach dem vermeintlichen Paar Ausschau gehalten und es entpuppt sich als übergewichtiger Irgendwas. Jaaaaaa jetzt schreien schon die ersten auf „Dann musst du halt Abstand halten“, aber wie lange soll ich nach dem Grüßen bitte stehen bleiben? Grundtempo ist nun mal Grundtempo und jedes Pferd hat ein anderes. Permanent zu eilig reiten ist kacke, permanent zurück halten müssen ist aber genauso kacke. Warum kann man nicht einfach wieder das ‚Gegeneinander Reiten‘ einführen? So konnte wenigstens jeder zeigen, was er kann. So muss man es irgendwie aus diesem Teufelskreis der E- und A- Dressuren schaffen, bis man wirklich mal ohne Störung eine Aufgabe reiten kann.

 

Bis dahin wird auf dem Abreiteplatz also weiterhin erst mal vorsichtig angetastet:

 

Random Reiter 1: „Heeey, hast du schon gesehen, wir beide reiten zusammen in einer Abteilung?!“

Random Reiter 2: „Aha“

Random Reiter 1: „Ich reite ja hinter dir…wollen wir mal schauen, ob das vom Tempo passt?“

Random Reiter 2: „Warum sollte das nicht passen?“

Random Reiter 1: „Weil dein Tempo deutlich langsamer aussieht als unser“

Random Reiter 2: „Wir sind nicht langsam!“

Random Reiter 1: „Nein, dass mein ich ja gar nicht, aber können wir nicht vielleicht Plätze tauschen?“

Random Reiter 2: „Nein, eher nicht, dann musst du halt Abstand halten.“

Random Reiter 1: „Wollen wir es dann wenigstens mal probieren?“

 

Random Reiter 2: „Nein, wenn du dein Pferd nicht zurück nehmen kannst, bist du eh falsch hier!“

 

Und die Moral von der Geschicht: Random Reitern 1 gewinnt die Prüfung NICHT.

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