Futterumstellung

Futterumstellung – Rücksicht auf die Verdauung nehmen

Die Auswahl und das Angebot im Tierfutter ist groß. Jedes Tier bzw. jede Tierart hat seine Eigenarten und Besonderheiten bezüglich des Futters. Dementsprechend groß ist aber auch die angebotene Auswahl. Vor auch in der Pferdehaltung gibt es unzählige Produkte und Angebote, die erst mal sehr verlockend klingen können. Dennoch empfiehlt sich für jeden Pferdehalter pauschal, sich mit der Pferdefütterung und vor allem dem spezifischen Verdauungstrakt des Pferdes auseinanderzusetzen. Gerade durch die sozialen Medien werden wir Tag für Tag mit neuen Produkten konfrontiert, die für unser Pferd und unser Problem vermeintlich das beste Futter darstellen. Die Fütterung sollte sich immer den Bedürfnissen eines Pferdes orientieren. Wenn aber doch mal etwas umgestellt werden muss, dann gilt besondere Vorsicht. Der Verdauungstrakt ist besonders empfindlich und reagiert sehr sensibel auf die kleinsten Veränderungen. 

Gründe für eine Futterumstellung

Die Gründe für eine Futterumstellung können sehr vielfältig sein. Am wichtigsten bei so einer Entscheidung ist allerdings der objektive Blick auf die Gegebenheiten und die jeweilige Situation aus der eine Futterumstellung erfolgen sollte. Nur, weil mein Pferd zweimal pro Jahr aufs Turnier geht oder ich es anstatt zweimal nun dreimal die Woche reite, benötigt es natürlich nicht gleich Sportfutter. Dies ist meistens nämlich so reichhaltig, dass es bei Ponys und anderen Spezialrassen zu einem Eiweißüberschuss und eventuellen Stoffwechselerkrankungen führen kann. Der normale Erhaltungsbedarf eines normalen Pferdes kann theoretisch durch hochwertiges Heu und Gras gedeckt werden. Durch die moderne Pferdezucht haben sich die Grundbedürfnisse hinsichtlich des Erhaltungsbedarfs aber auch geändert. So benötigen die meisten Warmblutzuchten bereits eine höhere Energiezufuhr. Dazu kommt dann objektiv betrachtet der Energieverbrauch durch die Bewegung. Hierbei sollte erwähnt werden, dass bereits die Bewegung im Erhaltungsbedarf mehrere Stunden Schrittbewegung bedeuten kann. Schrittausritte können dadurch theoretisch nicht miteinbezogen werden, da ein Pferd bei entsprechend großer Fläche pro Tag sowieso mehrere Kilometer im Schritt zurück legen würde.

 

Grundsätzlich sind die Gründe für eine Futterumstellung:

- Änderung der Bewegung

- vermehrter sportlicher Einsatz

- Wachstum junger Pferde

- alte Pferde

- Krankheit

- Trächtigkeit

Alin ist mittlerweile im 10. Monat und deswegen haben wir ihr Futter schon vor ein paar Wochen an die Umstände angepasst. Schließlich muss sie nun nicht mehr nur sich selbst, sondern zusätzlich auch ein wachsendes Fohlen im Mutterleib versorgen. Um Entwicklungsstörungen und Unterversorgungen vorzubeugen, ist die Wahl und die Menge des richtigen Futters entscheidend. So sind wir auf ein Zuchtmüsli umgestiegen, was alle essentiellen Inhaltsstoffe enthält. Besonders der Bedarf an Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen steigt erheblich - das Fohlen bildet schließlich Knochen, Organe, Haut und grundsätzlich einen lebensfähigen Organismus aus. Und das kostet jede Menge Kraft und Energie. Besonders während der Trächtigkeit sind die Stuten besonders empfindlich auf Umstellungen jeglicher Art: Dazu gehört natürlich auch die Fütterung. So kann man das Futter zum Beispiel nicht von heute auf morgen umstellen, da sich auch hinsichtlich der Menge und der Ration einiges verändert: So sollte eine trächtige Stute ab dem 9. Monat ca. 300 Gramm pro 100 Kg Körpergewicht von dem Zuchtmüsli von Eggersmann bekommen. Da Alin nun knapp 570 Kg wiegt, sollte sie pro Tag 1,7 Kg Zuchtmüsli bekommen. Die Umstellung an sich haben wir über knapp 14 Tage gestaltet und zwar so, dass sie zunächst normal ihr Cool Müsli weiter bekommen hat, allerdings mit etwas Zuchtmüsli dazu. Im Laufe der Tage haben wir die Menge des Cool Müslis immer weiter reduziert und gleichzeitig die Menge des Zuchtmüslis gesteigert bis wir auf der Ration von 1,7 Kg angekommen sind. Wichtig zu bemerken ist auch, dass wir Alin weiterhin täglich bewegen. Nun sind wir in wenigen Tagen sogar offiziell im 11. Monat, in dem Fohlen noch mal einen extremen Schub machen wird. Dementsprechend wird die Ration nochmals erhöht und zwar auf 400 Gramm pro 100 Kg Körpergewicht. Mit beginnender Laktationsphase erfolgt abermals eine Steigerung.

Grundsätzlich kennt jeder Pferdehalter sein Pferd natürlich am besten. In jeder Situation ist dennoch der Rat des Tierarztes entscheidend oder - falls angeboten - eine Futterberatung. 

Futterberatung Eggersmann

Falls ihr euch für die Produkte von Eggersmann interessiert, könnt ihr jederzeit die hauseigene Futterberatung und Produktberatung durch Andrea Everding in Anspruch nehmen. Sie ist seit Kindesbeinen an fest im Pferdesport etabliert und kümmert sich als ausgebildete Tierheilpraktikerin um die intensive Betreuung der Vier- und Zweibeiner. 

Ihr erreicht Frau Everding unter:

 

Tel.: +49 57 51 - 17 93-32

Mail: a.everding@eggersmann.info

 

Oder hier über das Kontaktformular.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0