richtig reiten lesen - Buchrezensionen

Hier veröffentliche ich in regelmäßigen Abständen Rezensionen über Pferdesachbücher und Pferderomane. Die Themen reichen von Pferdehaltung und Zucht über die klassische Reitlehre bis zur Zirsensik und Bodenarbeit.

Habt ihr Wünsche oder Ideen, schreibt mir einfach. :)

Jedes Pferd ist anders

Reiten als Dialog - Das Praxisbuch

von Meyners, Müller und Niemann

Das Buch "Reiten als Dialog" habe ich mir ehrlich gesagt erst mal auf gut Glück bestellt. Ich liebe Meyners und seine Ansätze des Reitens und der Bewegungslehre und deshalb durfte diese Lektüre natürlich nicht in meinem Regal fehlen. Das Buch hat mich im Prinzip schon auf der vierten Seite als begeisterte Leserin gehabt. Immer wieder stehe ich dafür ein, dass jedes Pferd als Individuum betrachtet wird und jeder Reiter natürlich ebenso. Es können also gar nicht alle Hilfen exakt gleich gegeben werden, da jeder Mensch anatomisch auch einfach anders ist. Ebenso ist auch nicht jedes Pferd zur Offenstallhaltung geeignet oder jeder Haflinger müsse fett sein. 

So können auch die Lösungswege für gleiche Probleme unterschiedlicher Natur sein und genau dieses Problem haben die Autoren begriffen und fassen es unter folgendem Leitsatz zusammen:

 

"Jedes Pferd ist anders - jeder Reiter ist anders"

 

KOSMOS Verlag

ISBN: 978-3-440-12948-7

Das Buch ist zwar bereits von 2011, aber die Thematik noch genauso innovativ und Weg bereitend, wie heute. Bereits bei der Ausbildung werden uns ja immer die einzelnen Ausbildungsstufen der Skala der Ausbildung des Pferdes mit auf den Weg gegeben, auch für den Reiter gibt es eine eigene Skala, was allerdings außer Acht gelassen wird ist, dass der Reiter meistens auch auf seinem Pferd sitzt. Sie bilden eine Einheit und trainieren letztlich zusammen. So versucht auch diese Lektüre beide Skalen miteinander in Einklang zu bringen. 

Jedes Pferd, jeder Reiter und vor allem jedes Pferd-Reiter-Paar tickt im Prinzip anders. So muss sich auch der Reitlehrer immer neu darauf einstellen und kann eben nicht einfach 'sein 0815 Programm' durch ziehen. 

Aufbau des Buches

Nach der Einleitung folgen zunächst die Grundlagen des Reitens an sich und die Thematik, mit der sich das Buch beschäftigt: Reiten als Dialog zwischen Reiter und Pferd. Bereits dieser Titel lässt auf eine Kommunikation zwischen beiden Partnern hindeuten und impliziert eine stetige Wechselwirkung. Um das Prinzip der Kommunikation zu verstehen, beleuchten die Autoren zunächst beide Ausbildungsskalen. Dabei erklären sie nicht nur die Begrifflichkeiten, wie 'Schwung' oder 'Takt', sondern hinterfragen zusätzlich das Prinzip, was dahinter steckt. Warum steht zum Beispiel 'Takt' an erster Stelle der Skala und wofür benötige ich überhaupt ein durchlässiges Pferd, was bringt die 'Gewöhnungsphase' und wie kann ich mich als Reiter überhaupt vernünftig koordinieren, so dass mich mein Pferd überhaupt versteht. Zum Reiter wird hauptsächlich das Bewegungsgefühl und die Koordination in den Mittelpunkt der Betrachtung gerückt, also wie gebe ich Hilfen, an meiner Anatomie gemessen, am sinnvollsten und wie erreiche ich trotz kurzer Arme und großem Pferd frei tragende Hände?

Der Inhalt

Das Buch enthält nach den Grundlagen eine Vielzahl an alltäglichen Lektionen und eventuellen Problemen, die beim Reiter einer solchen Lektion auftreten können, aber mehr noch: Es bietet zahlreiche Lösungswege, um mit dem Pferd in jeder Situation besser kommunizieren zu können. 

Letztlich sollte eigentlich jedes Pferd locker eine A-Dressur laufen können und viele Pferde haben auch deutlich höheres Potenzial - das der Reiter dieses nicht herausreiten kann, wie man so schön sagt, liegt aber oft einfach daran, dass das Pferd nicht versteht, was der Reiter von ihm will. Letztlich wird man ungeduldig und versucht auf Biegen und Brechen eine neue Lektion zu üben, anstatt MIT dem Pferd zu arbeiten. 

 

Um den Zusammenhang zwischen Pferd und Reiter noch weiter zu verdeutlichen,vergleichen die Autoren dieses Buches die verschiedenen Lösungsansätze miteinander. Das bedeutet für ein Problem gibt es den klassischen Lösungsweg aus der Reitlehre - die Autoren erweitern diesen Lösungsweg allerdings noch aus der Bewegungslehre heraus, die in erster Linie auf den Reiter abzielt. 

Zusätzlich werden dem Leser noch zahlreiche Übungen mit nach Hause gegeben, um sich zum Beispiel besser biegen zu können oder die Beinhaltung zu verbessern.

Fazit

Von diesem Buch bin ich wirklich rundherum super begeistert und schmöker seither jeden Abend darin. Die Verbindung zwischen Pferd und Reiter sollte eigentlich jedem bewusst sein, aber die Lösungsvorschläge zur besseren Kommunikation mit dem Pferd helfen wirklich viele Situationen gelassener und besser zu meistern und vor allem Pferd und Reiter mehr Zeit zu geben.

 

 

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Rezension

'Pferde arbeiten an der Hand' von Karin Heß-Müller

Ich war eigentlich nie wirklich überzeugt von der Bodenarbeit, aber dieses Buch hat wirklich Spaß gemacht – beim Lesen und vor allem beim Ausprobieren. Das Ergebnis hat nicht nur mich überrascht – auch Alin war motiviert und hat Spaß bei der Arbeit an der Hand. Dieses Buch ist für alle, dessen Horizont nicht bei der Bande endet. Die fast grenzenlosen Möglichkeiten bei der Bodenarbeit wirken sich auch positiv auf das Reiten aus.

 

 

29,99€

 

 

ISBN: 9783440125397

 

 

Website mit Kaufoption:

 

 

Hier

 

Die Pferdewirtschaftsmeisterin und Ausbilderin Karin Heß-Müller beschreibt in diesem Buch den Mehrwert der Bodenarbeit. Egal welche Pferde- oder Ponyrasse – Grenzen der Ausbildung gibt es nur wenige und selbst die Kleinsten können die größten Lektionen erlernen.

 

Das Buch ist besonders ‚benutzerfreundlich‘ aufgebaut und überzeugt durch die einfach gestaltete, mögliche Nacharbeit mit dem eigenem Pferd. Bisher hatte ich persönlich nicht sehr viel mit Bodenarbeit zu tun, aber dieses Buch hat nun auch mich gefesselt und ich hab mich schon beim Lesen auf den nächsten Tag im Stall gefreut, wo ich natürlich sofort die ersten Schritte an der Hand nach arbeiten wollte. Das Buch beginnt mit einigen Grundsätzlichkeiten der Arbeit an der Hand, wie dem Nutzen, den man daraus ziehen kann, dass es den Lernerfolg eines Pferdes verbessert und für welchen Pferdetyp gerade die Handarbeit besonders sinnvoll ist. Die Handarbeit ermutigt schüchterne Pferde mutiger zu werden – gerade im Übungshinblick auf den spanischen Schritt – aber auch um unsensible Pferde feinfühliger für die Hilfen zu machen. Die Bedeutsamkeit bei jungen Pferden steht wohl außer Frage. Auch für Pferde, die auf Grund von Krankheiten oder des Alters nicht mehr voll belastet werden können, profitieren von dieser Arbeitsweise.

 

Das Buch steigt mit den Grundanforderungen und der Ausrüstung ein. Danach folgen einige Kapitel zum richtigen Führen, Stehen und Gehen – und nein: das soll kein Witz sein, denn richtiges Führen ist wirklich mehr, als nur neben her laufen! Karin Heß-Müller erklärt Schritt für Schritt die korrekte Ausführung der Lektionen und wie sie schlussendlich aussehen sollten. Am praktischsten finde ich persönlich aber die Lösungsansetze bei Problemen, falls mal eine Übung nicht wie gewünscht funktioniert. Das Buch wird durch allerhand Skizzen und Bilder vervollständigt und bietet so einen noch besseren Einblick in die Arbeit an der Hand.

 

Die Hilfen werden genau erklärt und auch wie sie gegeben werden sollten. Natürlich gibt es viele Wege und Ansätze der Bodenarbeit, aber Karin Heß-Müller zeigt mit diesem Buch wirklich einen sehr pferdefreundlichen Weg, der beiden Parteien Spaß macht.
Das Buch ist wirklich für alle geeignet, die ihrem Pferd einen Mehrwert aus der Arbeit bieten möchten und offen sind für abwechslungsreiches Training, dass, richtig ausgeführt, zu einem losgelassenen, rittigeren Pferd führt. Ich hatte nur ein anfängliches Problem damit, auf die Leckerlies zu verzichten. :)

 

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Rezension - 'Aufgaben reiten leicht gemacht'

Fazit:

Aufgaben reiten leicht gemacht‘ von Britta Schöffmann ist genau das Buch, was dem ambitionierten Turnierreiter gefehlt hat und sollte in keiner Turniervorbereitung fehlen! Stück für Stück geht die erfolgreiche Dressurreiterin und Richterin jede einzeln gerittene E-,A- und L-Dressur durch und bringt ihre jahrelange Erfahrung mit ein. Was wollen die Richter sehen, worauf wird vermehrt geachtet, wann muss ich wie die Hilfen geben und noch jede Menge Tipps und Tricks warten in diesem Buch. Auch einige Worte zu der Turniervorbereiten hat Schöffmann hier niedergeschrieben. Dieses Buch ist für jeden geeignet, der ein paar Schleifen absahnen möchte oder einfach weiter an sich arbeiten möchte.

 

KOSMOS Verlag

ISBN: 9783440133545

Preis: 22,99 €

Website mit Kaufoption

Hier.

 

Britta Schöffmann beweist mit ihrem Buch ‚Aufgaben reiten leicht gemacht‘ mal wieder ihr gutes Gespür für eben die Themen, die Reiter wirklich interessieren. ‚Aufgaben reiten leicht gemacht‘ ist ein Wegweiser durch alle (einzel) E-,A- und L-Dressuren und wartet mit jeder Menge Tipps und Tricks auf. Britta Schöffmanns lange Erfahrung sowohl im Sattel, als auch am Richtertisch finden sich in diesem Buch wieder. Es ist eine Art Leitfaden durch die einzelnen Prüfungen – was wollen die Richter sehen, wie reite ich welche Lektion am besten an, worauf liegt das Hauptaugenmerk der Richter, wie kann ich zum Beispiel etwas Zeit gewinnen, wenn das Pferd-Reiter-Paar vor mir zu langsam ist. Dieser Ratgeber ist mein ständiger Begleiter in der Vorbereitungsphase für das Turnier oder das Aufgabentraining zu Hause und sollte in keinem Reiterschrank fehlen!

 

Britta Schöffmann geht in diesem Buch wirklich jede Einzeldressuraufgabe Stück für Stück durch, angefangen vom korrekten Einreiten bis hin zur letzten Grußaufstellung und dem ‚Im Mittelschritt am langen Zügel die Bahn verlassen‘. Das Buch ist nach dem Schwierigkeitsgrad der einzelnen Aufgaben aufgebaut und beginnt mit den Dressurreiteraufgaben der Klasse A und L. Kleine Skizzen erleichtern das Verständnis von einzelnen Lektionen, wie zum Beispiel das Viereck verkleinern oder vergrößern. Auch die korrekte Hilfengebung bleibt nicht unerwähnt und wird präzise erklärt. Die Tabellenform erleichtert den Überblick und auch das schnellere Verständnis zu den einzelnen Lektionen. Schöffmann weist darauf hin, dass eine Aufgabe eben aus vielen einzelnen Lektionen besteht, die jede für sich geritten werden müssen. A bedeutet nicht gleich Anfänger, sondern ebnet im ** Bereich bereits den Weg in Richtung L. Dinge, die eigentlich selbstverständlich sind, die man aber immer wieder vergisst oder eben einfach nicht dran denkt, weil man zu nervös ist. ‚Nur‘ sauber reiten genügt nicht mehr aus und um diese Hürde zu bewerkstelligen, gibt Britta Schöffmann zusätzlich noch viele nützliche Tipps und Tricks, die einen Aha-Effekt erzielen:

 

Grüßen: Falls das Pferd nicht in Anlehnung bleibt, Zügelhand gegebenenfalls auf dem Pferdehals fixieren

Übergang Trab – Mittelschritt: Im Übergang weniger an ‚Trab beenden‘ sondern vielmehr an ‚Schritt beginnen‘ denken; bewusst diagonal treiben, das heißt: Linke Wade vermehrt anlegen, wenn das rechte Vorderbein vor geht und umgekehrt

An den kurzen Seiten oder beim Durchreiten von X: Hier seid ihr im Profil zu den Richtern; vermehrt den Oberkörper strecken, Absätze runter, Zügelfäuste tragen, bewusst sitzen und treiben

 

Durch Skizzen der einzelnen Dressurvierecke wird das verfolgen einer Aufgabe noch leichter gestaltet und die Ringbuchoptik ermöglicht zusätzlich noch einfacheres Blättern. So könnt ihr das Buch während des Trainings problemlos auf der Bande ablegen und zwischendurch immer wieder einen Blick hinein werfen.

 

 

Viel Spaß beim Üben, Trainieren und Schleifen sammeln!

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"Wie bewegt - sich der Reiter?" von Eckart Meyners

Eckart Meyners - Wie bewegt sich der Reiter?

Fazit

Das Buch ‚Wie bewegt – sich der Reiter‘ gefällt mir super gut. Ich finde es sehr hilfreich zu wissen, welche Muskeln treiben und welche Muskeln lockern sein sollen. So kann man Übungen viel besser umsetzen und kann sich selbst auch besser beim Reiten kontrollieren. Ein Buch was wirklich die Basis beschreibt, nämlich den eigenen Körper. Es gibt mir gute Ratschläge und Übungen zur Fehlerdiagnostik, wenn ich z.B. im Schultergelenk zu fest bin. Wer von außen vernünftig und korrekt reiten will, muss auch die inneren Abläufe im Körper kennen (Hacken runter, aber ohne mit den Beinen zu klemmen…). Besonders das Kapitel zu den Franklin-Bällen finde ich mehr als lohnenswert.

Dieses Buch darf meiner Meinung nach in keinem Reiterregal fehlen!

 

KOSMOS Verlag

29,99€

Online mit Kaufoption

hier

 


Inhalt

Meyners erläutert in diesem Buch die Wichtigkeit der ‚selbstständigen Handlung des Reiters‘. Das bedeutet, der Reiter bzw. Reitschüler soll nicht nur bloße Anweisungen des Reitlehrers ausführen, sondern sich vielmehr in seine eigene Bewegung einfühlen, um dann selbst aktiv zu reiten. Der Reitlehrer beurteilt von außen und korrigiert den Schüler – „Kopf hoch, Schultern runter, neeeein, kein Hohlkreuz machen…“ Diese ‚Tipps‘ sind zwar korrekt, aber wenn der Reiter die genauen Bewegungsabläufe gar nicht kennt, kann er diese auch nicht einsetzen. Abgesehen davon, dass jeder Mensch andere Maße hat (Beinlänge, Rumpflänge, Armlänge etc.). Reiten ist Handeln und nicht nachahmen. Das angestrebte Ziel soll es also sein, dass der Reiter selbstständig Lektionen plant, ausführt und auch in der Lage ist, diese zu kontrollieren.

Der korrekte Reitersitz

Der nächste Abschnitt des Buches beschäftigt sich mit dem ‚richtigen Sitz‘ des Reiters. Meyners erklärt die Grundlagen und gibt ein paar Übungen zur besseren Balance im Sattel. Das nächste Kapitel der ‚Anatomie – des Reiters‘ fügt sich daran nahtlos an. Hier wird die Struktur des Skelettsystems, der Bänder, Gelenke und Muskeln beschrieben. Durch dieses Wissen und zusätzlichen Übungen zur Mobilisation der einzelnen Gelenke, kann der Reiter sein ‚reiten‘ besser nachvollziehen und umsetzen. Ist das Kreuzdarmbeingelenk zum Beispiel fest, ist ein Mitschwingen und gleichmäßiges Treiben nicht möglich. 

 

Beispiel mit Fehleranalyse: „Hochgezogene Schultern – Wenn Reiter spüren, dass sie ihren Kopf nicht natürlich ‚tragen‘ können, weil er zu stark wackelt, versuchen sie ihn durch Hochziehen der Schultern zu stabilisieren. Die optimale Haltung des Kopfes ist, wenn sich die Nase zwei bis drei Zentimeter unter der Waagerechten befindet. Dann sind die Kopfgelenke frei […]“ (Durch die Ohren des Pferdes schauen)

Balimo Hocker und Franklin- Bälle

Das nächste Kapitel beschäftigt sich mit Muskeldehnübungen des Reiters und geht nahtlos in das Training mit Meyners ‚Balimo‘ Hocker über. Durch diesen soll der Reiter schiefen im Körper erkennen und vorbeugen und zur allgemeinen Balance beitragen.

 

Auch das ‚Reiten mit Franklin Bällen‘ wird in diesem Buch ausgiebig behandelt. Die einzelnen Rollen werden vorgestellt, die Unterschiede werden erklärt, die richtige Anwendung und dadurch erzielte Verbesserungen. Mit Hilfe der unterschiedlichen Rollen können Schiefen des Reiters positiv beeinflusst werden und das Becken so mobilisieren, dass der Reiter ein ‚über den Rücken gehen‘ des Pferdes fördert und selbst besser und aktiver mitschwingen kann. Training mit den Minibällen verhindert ein Klemmen mit den Beinen oder steife Oberarme. Durch gezieltes Training bewegen sich Pferd und Reiter miteinander und nicht gegeneinander.


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Reittraining

Reitertagebuch - Trainingsbuch

Wenn man sich im Reitsport bestimmte Ziele gesteckt hat, egal welcher Art, egal wie groß oder klein, Ziele sind wichtig. Wir bleiben dran und arbeiten darauf hin und das Pferd erkennt allmählich auch den Sinn an der Arbeit, die es verrichtet. Wer einmal beim professionellen Cutting zugeschaut hat, weiß, wovon ich spreche. Die Pferde reagieren hier selber, sie reagieren auf die Kuh, haben einen Sinn an der Arbeit. Das ist absolut wichtig um die Motivation des Pferdes zu erhalten und auch die Motivation des Reiters.

Mir geht es aber auch einfach total oft so, dass ich gar nicht mehr weiß, was ich letzte Woche geübt habe oder vor 2 Tagen. Immer wieder das Gleiche trainieren führt ja zu nichts, außer, dass das Pferd irgendwann gelangweilt ist.

Mein großes Vorbild bei der täglichen Arbeit ist und bleibt Ingrid Klimke. Sie vereint quasi alle Disziplinen in einer Trainingseinheit und hat immer neue Tricks und Tipps parat.

 

Um seine Ziele im Reitsport erreichen zu können, wie auch alle anderen gesteckten Ziele auch, braucht man einen Plan und eine gute Organisation. Reiter sind allerdings meistens immer leicht verplant und schusselig und genau deshalb möchte ich euch hier zwei Varianten Trainingsbücher vorstellen, damit auch ihr weiter kommt und einen besseren Überblick über euren Stallalltag habt.

Reitertagebuch

Das Reitertagebuch ist eine Art Kalender für euren Reitsport. Ihr habt quasi auf den ersten Seiten die Möglichkeit, die wichtigsten Telefonnummern einzutragen. Wenn ihr nun das Buch auch im Stall deponiert, können zum Beispiel auch eure Reitbeteiligung oder die anderen Einsteller Zugriff erhalten, wenn mit eurem Pferd mal was sein sollte und ihr nicht erreichbar seid.

Ihr habt einen Futterplan, Platz für Notizen, einen Übersichtskalender wo ihr Impf-, Hufschied-, Reitstunden- oder Tierarzttermine eintragen könnt.

Und alles wunderbar getrennt von euren üblichen beruflichen oder privaten Terminen, damit ihr nicht durcheinander kommt.

Das Reitertagebuch ist quasi ein Ringbuch, das blau, grün und lila gehalten ist. Nach den ersten allgemeinen Übersichtsseiten beginnt das eigentliche ‚Reitertagebuch‘. Es ist aufgebaut, wie ein Kalender nur eben mit der Möglichkeit anzukreuzen, was ihr mit eurem Pferd gemacht habt (Dressur, Springen, Gelände, Longe etc.), wie es war, wie euer Pferd drauf war und wie lange ihr gearbeitet habt und für den Fall, dass ihr eine Reitbeteiligung habt, ist auch noch eine Zeile frei, wo sich der ‚Reiter‘ eintragen kann. Neben diesen Ankreuzfeldern ist noch ein wenig Platz blanko frei, wo ihr genauer definieren könnt, was ihr genau gemacht habt, also welche Übungen, Lektionen, Hindernisse oder eben einfach nur, was besonderes passiert ist.

Vor allem nach langer Stehpause eurer Pferde ist das Reitertagebuch eine große Hilfe, um euer Pferd wieder sinnvoll aufzubauen.

Das ‚Reitertagebuch‘ gibt es als Dauerkalender, dieses Buch könnt ihr beginnen, wann ihr wollt, oder als Jahresplaner für jetzt 2017.

 

 

Das Reitertagebuch könnt ihr hier bestellen.

Trainingsbuch

Das Trainingsbuch ist im Grunde genommen das gleiche, wie auch das Reitertagebuch, aber der Fokus liegt hier nicht auf der reinen Dokumentation, sondern auch auf den Erinnerungen, die ihr mit eurem Pferd, eurer Reitbeteiligung oder eurem Schulpferd erlebt. Es gibt Seiten, auf denen ihr Bilder einkleben könnt, eure größten Erfolge, eure Ziele und eure Wünsche, was ihr mit euren Pferden unbedingt mal machen wollt (z.B. ans Meer fahren). Ihr könnt eure erste Reitbeteiligung eintragen, es gibt eine Wunschliste, was ihr gerne noch für euer Pferd hättet, Spitznamen des Pferdes, wo ihr es gefunden habt und vieles mehr.

Das ‚Trainingsbuch‘ ist von AnitaGirlietainment und ihr erfahrt auf den letzten Seiten viele interessante Fakten über sie und ihre Pferde.

Die einzelnen Seiten sind auch zum Ankreuzen aufgebaut. Ihr habt die Auswahl zwischen Dressur, Gelände, Springen, Longe etc. An Hand von Smileys könnt ihr zeigen, wie das Training war und wie lange ihr trainiert habt. Neben diesen Feldern habt ihr noch ein wenig Platz um aufzuschreiben, was ihr genau gemacht habt und um eure Erlebnisse und Erinnerungen festzuhalten.

Das Buch ist mit einem halbfesten Einband eingefasst und ihr habt die Auswahl zwischen schwarz/weiß (das Cover ist trotzdem pink) oder Farbe (auch alle Seiten sind pink).

                                                                                                                                                                                         

 

Ihr könnt das ‚Trainingsbuch‘ hier kaufen.

 

 

 

 

 

 


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"Reite zu deiner Freude" von Ingrid Klimke

Das Buch ‚Reite zu deiner Freude‘ ist ein voller Erfolg und lässt sich super lesen. Es zeigt Ingrid Klimkes einfühlsame Arbeitsweise mit den Pferden für die wir sie lieben und zu schätzen wissen. Die Pferde gehören für Klimke zur Familie und genau das spürt man. Es ist kein Ratgeber für Dressur- oder Springübungen, sondern lässt uns an Klimkes Philosophie teilhaben und sollte genau deshalb in keinem Bücherregal fehlen!

 

Kosmos Verlag

29,99€

ISBN: 9783440148730 

Website mit Kaufoption

Hier

Dieser Grundsatz lässt sich im gesamten Buch wiederfinden. Im Vordergrund steht aber nicht nur die Freude des Reiters, sondern auch die des Pferdes und das Wohlergehen der Pferde Ist Klimke das höchste Ziel. Das Buch wartet auf mit den Grundsätzen ihrer Pferdeausbildung und im Fokus steht immer das Team Mensch und Pferd.

Die Kapitel selbst sind relativ knapp gehalten und geben die wichtigsten Ansätze einer harmonischen Beziehung und Ausbildung wieder. Klimke erläutert die Wichtigkeit einer abwechslungsreichen Ausbildung zum Wohl des Pferdes und schildert zu Beginn auch die Basics wie ‚Ausrüstung‘, ‚Haltung‘ oder ‚Hilfengebung‘. Der nachfolgende Abschnitt beschäftigt sich mit dem Training der Pferde. Klimke ist eine gute Lösungs- und Dehnungsphase viel wichtiger, als ein erfolgreiches Lektionentraining. Die beschreibt, wie das Pferd korrekt gelöst wird und woran man ein losgelassenes Pferd überhaupt kennt. Nur wenn dieses Grundtraining sitzt, kann man auch bei Lektionen erfolgreicher werden.

Klimke beschreibt die drei Grundgangarten des Pferdes und auch worauf es jeweils ankommt, d.h. einen klaren Takt erhalten und ein im Rücken freischwingendes Pferd anstreben. Bei reit.tv gibt es zahlreiche Trainingsvideos von Klimke – vor allem für ihre Cavalettiarbeit sind diese sehr bekannt und auch beliebt. In diesem Buch gibt’s nun als extra ein paar Seiten zum Cavaletti und Stangentraining in Form von Gymnastikreihen, die mit Bildern und den jeweiligen Abständen zum Nachreiten animieren. Das Kapitel wird mit ‚Training am Berg‘ beendet und schildert noch einmal die Wichtigkeit einer abwechslungsreichen Ausbildung – eben auch im Gelände.

 

Den letzten Abschnitt bildet die Vorstellung der Pferde mit ihren Eigenheiten, Vorlieben, Disziplinen usw. Es ähnelt quasi einem Freundschaftsbuch für Pferde und lässt sich super lesen. Das Buch von vorne bis hinten mit vielen Bildern illustriert und zeigt den Spaß von Mensch und Pferd an der gemeinsamen Arbeit.

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"Leichtigkeit beim Dressurreiten - Lösen, Biegen, Versammeln" von Sibylle Wiemer

Fazit

Das Buch ist alles in allem für den ambitionierten Freizeitreiter gut zu lesen und schön zum Nacharbeiten. Für den Dressurreiter und Turniergänger aber etwas zu leichte Kost. Insgesamt kann man mit den Übungen seinem Pferd aber gut Abwechslung bieten und es vor allem durch die Arbeit an der Hand vermehrt motivieren. Wiemer nimmt aus allen Reitweisen das Beste raus, ergänzt es untereinander und stellt uns in diesem Buch neue Wege zur Pferdeausbildung vor.

 

 

KOSMOS Verlag

ISBN: 978-3440144824

16,99 €

Online mit Kaufoption:

Hier


Einführung

Dieses Buch von Sybille Wiemer ist erst im Oktober erschienen und ich habe es direkt bei Amazon entdeckt und bestellt. Das Cover sieht äußerst vielversprechend aus und der Titel hat mich noch mehr begeistert. An der Versammlung und der vermehrten Lastaufnahme arbeite ich schon seit einiger Zeit, aber mir fehlen immer wieder neue Übungen mit denen ich gezielt trainieren kann. Übergänge und Tempounterschiede sind zwar die Hilfsreichsten Mittel aber vielleicht hat ja die Autorin neue Tipps und Tricks, wie Stangenarbeit o.ä. Als das Buch endlich eingetroffen ist, hab ich mich tierisch auf die neue Lektüre gefreut und wollte gleich in der Uni rein schauen. War allerdings nach den ersten Seiten und dem anschließenden durchblättern persönlich etwas verwundert. 

Inhalt

Dressur ist die Grundlage aller Reitweisen und wichtig für ein gesundes Pferd, jedenfalls um ein Reitpferd gesund zu halten. Das Cover sieht auch ganz ‚dressurmäßig‘ aus und der Titel klingt ebenso. Dass man nicht immer in der Halle oder dem Reitplatz trainieren muss ist mir auch klar und auch, dass sich das Gelände dafür bestens eignet, aber ich habe einfach etwas ‚dressurmäßigeres‘ gesucht.

Wiemer beginnt zunächst mit dem korrekten Aufwärmen des Reiters, angefangen beim Fuß kreisen lassen etc. Da ich gewohnt bin, vor dem Reiten die Box zu misten, Wiese oder Paddock abzuäppeln und Futter zu machen, war dieses Kapitel für mich nicht ansprechend. Aufwärmen ist natürlich wichtig, um locker mitschwingen zu können!

Sie gibt Tipps und auch Hilfestellungen zu vielen Problemen und versucht diese mit Übungen aus der Légéreté gezielt zu kompensieren. Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, so leicht reiten zu können, wie Phillipe Karl.

Ein großer Themenblock des Buches beschäftigt sich mit dem Training an der Hand, angefangen beim korrekten Führen über die Mobilisation des Genicks bis hin zum Travers. Diese Aufgaben sind schön geschildert und leicht nachvollziehbar.

 

Der nächste Teil beschäftigt sich mit der ‚Mobilität des Pferderückens‘, denn nur ein über den Rücken gehendes Pferd kann langfristig gesund geritten werden. Die Übungen und Beschreibungen der Galopparbeit sind gut gelungen und gut nachzuarbeiten. Die Bilder hingegen gefallen mir persönlich eher weniger, da nicht auf eine korrekte Ausrüstung geachtet wurde - teilweise liegen z.B. Sattel und Trense nicht korrekt.


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"Dressur von A bis S - Schritt für Schritt zu höheren Lektionen" von Alfred Knopfhart

Fazit

Beim Lesen des Buches kam ich mir vor, als säße ich in einem Seminar der alten Reitmeister und fühlte mich, als könne ich sofort los reiten. Mir hat das Buch sehr geholfen, vor allem im Bereich der korrekten Stellung und Biegung, dem Kurzkehrt, dem Kontergalopp und natürlich beim Erarbeiten von höheren, schwierigeren Lektionen. Es ist perfekt für jeden geeignet, der nicht 2x wöchentlich in den Genuss von gutem Reitunterricht kommt, aber dennoch an sich und seinem Pferd arbeiten möchte, um zu einem harmonischen und zufriedenem Reiten zu gelangen.

 

Müller Rüschlikon Verlag

ISBN:  978-3275014330

19,95€

Website mit Kaufoption:

Hier

 

 


Inhalt

Dieses Buch von Alfred Knopfhart ist fantastisch. Der Klappentext beginnt mit Dressurstars wie Ulla Salzgeber oder Isabell Werth und deren, fast wie Zauberei erscheinenden, feinen Reitweise. Knopfhart gibt dem ambitionierten Dressurreiter gezielte Trainingsansätze.

Das Buch besticht durch seine exakten Skizzen zu allen Dressurlektionen, wie sie korrekt aussehen sollten und vor allem auch, wie sie NICHT aussehen sollten. Die Hilfengebung ist präzise formuliert und orientiert sich an den klassischen Ausbildungsmethoden.

Das Buch behandelt die Ausbildungsskala und das Ziel der Ausbildung – die Rittigkeit bzw. Durchlässigkeit – äußerst penibel. Es beginnt mit Lösenden Übungen und erarbeitet dann Schritt für Schritt sämtliche Lektionen von der Volte bis zur Piaffe und Passage. Gibt eindeutige Hilfestellung und Trainingsanleitungen.

Wer sich allerdings ein Bilderbuch wünscht, ist hier fehl am Platze. Der Text ist äußerst anspruchsvoll und erwartet generelle Vorkenntnisse der Fachbegrifflichkeiten und der klassischen Reitweise.

Wer sich allerdings wirklich weiter entwickeln möchte mit seinem Pferd, für den ist dieses Buch die perfekte Anleitung um wirklich ‚Schritt für Schritt zu höheren Lektionen zu kommen. Natürlich kann man nicht als A-Niveau Reiter erwarten, nach Beenden der Lektüre mit seinem Pferd plötzlich Lektionen der Klasse S zu reiten, aber es bildet die nötigen Grundlagen um dieses Ziel reell erreichen zu können.

 

Toll finde ich auch, dass Knopfhart ein eigenes Kapitel zum richtigen Longieren eingebracht hat. Auch das Schulpferd, der Hochleistungssportler unter den Pferden, kommt nicht zu kurz. Wie muss und sollte ein Pferd beschaffen sein und wie ändert sich die Ausbildung? Was sind eigentlich ‚Schulgänge‘ und wie halte ich meine Schulpferde gesund?


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"Lektionen richtig reiten" von Britta Schöffmann

Fazit

Ich würde es allen Reitern empfehlen, die Spaß daran haben, neue Lektionen auszuprobieren, ihr Pferd gut für das Turnier vorzubereiten oder einfach nur nachschlagen wollen, bevor sie aufsitzen.

Das Buch sollte in keinem Regal fehlen oder besser direkt immer im Stall griffbereit sein.

 

KOSMOS Verlag

ISBN: 978-3440144275

29,99 €

Direkter Link mit Kaufoption

Hier

 


Inhalt

Dieses Buch ist absolut Goldwert! Die neue Auflage kam Anfang dieses Jahres raus und ich habe sie mir sofort zugelegt. ‚Lektionen richtig reiten ‚war genau das richtige, was ich zum Start in die neue Turniersaison brauchte und immer noch brauche und auch immer brauchen werde. Man ist nie wirklich zu Ende mit ‚reiten lernen‘, sondern kann sich immer weiter verbessern und an gut sitzenden Lektionen feilen.

 

Dieses Buch bietet sämtliche Dressurlektionen angefangen von ganz einfachen Übungen bis zur hohen Dressur. Es werden alle Lektionen und die perfekte Ausführung haarklein beschrieben. Zusammen mit zahlreichen Bildern und Skizzen vermittelt das Buch auf eine Art und Weise, als würde der eigene Reitlehrer vor einem stehen. Es ist alles sehr klar und verständlich geschrieben und bietet eine super Anleitung für die korrekte Ausführung.

Besonders toll ist die Beschreibung der Übungen von Isabell Werth und Kristina Bröring-Sprehe, wie die beiden sie selbst praktizieren und ausführen. Das Buch ist alphabetisch aufgebaut und behandelt nach und nach alle Lektionen und nicht nur das, es beschreibt auch WARUM welche Lektionen geritten werden und WOZU diese gut sind. Reiten macht immerhin noch mehr Spaß, wenn ich weiß, dass ich mein Pferd ‚gesund‘ reiten kann, um möglichst lange einen Freund haben.

 

 

Zu jeder Übung formuliert Britta Schöffmann das dazugehörige Kommando, wie die Lektion aussehen soll, die häufigsten Fehler und Strategien zur Fehlervermeidung. Ich persönlich würde mir noch die korrekte Hilfengebung zu den einzelnen Lektionen wünschen, die hier nur etwas knapp beschrieben werden. Die Bilder lockern dieses Arbeitsbuch zusätzlich aus und es macht wirklich Spaß, darin zu lesen.


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"Gebogene Linien und Seitengänge" von Julia Kohl

Inhalt

Das Buch ist von der zweifachen Pferdewirtschaftsmeisterin in ‚Zucht und Haltung‘ und ‚Reiten‘ Julia Kohl verfasst. Sie betreibt in Bayern einen erfolgreichen Zucht&Ausbildungsstall und auf Grund großer Nachfrage wird ihr Buch bereits zum zweiten Mal aufgelegt.

 

Der Thematische Schwerpunkt liegt auf der Gymnastizierung des Reitpferdes. Nur mit einem gut gymnastizierten und losgelassenen Pferd kann die Reitstunde zum Erfolg führen. Die Losgelassenheit ist das A&O der Pferdeausbildung und die Grundlage für erfolgreiches, harmonisches Reiten. Sie ist Basis für alle Lektionen und grundsätzlich wichtig für das Wohlbefinden des Pferdes. Fühlt sich das Pferd wohl, wird es bereit sein, neue Lektionen zu erarbeiten oder an den bereits bekannten zu feilen.

 

Ich habe das Buch bei Krämer entdeckt und direkt mitgenommen, weil ich unbedingt die Seitengänge mit meinem Pony trainieren wollte, mir aber prinzipiell sämtliche Grundlagen dafür fehlten. Mit Grundlagen meine ich nicht die Grundausbildung, sondern das nötige know-how der Hilfengebung und überhaupt eine Erklärung zu den Begrifflichkeiten wie ‚Schulter herein‘, ‚Schenkelweichen‘, ‚Renvers‘ und ‚Travers‘. Julia Kohl beschreibt die Unterschiede sehr Detailliert, dass zum Beispiel das Schenkelweichen gar kein richtiger Seitengang im eigentlichen Sinne ist, weil das Pferd nicht in Bewegungsrichtung gestellt wird.

 

Zu Beginn des Buches erläutert sie die Skala der Ausbildung für Reiter und Pferd, geht auf die verschiedenen Reitsitze ein und macht neugierig auf das was kommt. Das Buch ist sehr gut strukturiert und chronologisch nach Schwierigkeitsgrad aufgebaut. Es beginnt zum Beispiel mit einer einfachen Übung, wie dem ‚Zirkel‘. Wer jetzt allerdings schon abwegig den Kopf schüttel, weil das doch ‚pippifax‘ ist, irrt sich gewaltig. Biegung kann logischerweise NUR über gebogene Linien erarbeitet werden und bildet den Grundstein der Pferdeausbildung. Pferde korrekt zu biegen und zu stellen, dieser Herausforderung nimmt sich dieses Buch an und  gibt zahlreiche Trainingsmöglichkeiten. Das Beste ist, funktioniert eine Übung nicht wie gewünscht, hat Kohl auch zahlreiche Problemlöser zu jeder Aufgabe angegeben und die richtige Hilfengebung gleich dazu.

 

Das Buch kann man wirklich von vorne bis hinten durcharbeiten und plötzlich merkt man, dass man doch tatsächlich die ersten Traversartigen Schritte zurückgelegt hat oder das Pferd viel besser Versammeln kann. Von Zirkel, Volten, Tempounterschiede und den Seitengängen ist alles dabei, was das Reiterherz sich wünscht. Dazu ist es noch mit sehr anschaulichen Fotos von Julia Kohl beim Reiten illustriert und auch genaue Skizzen zu den einzelnen Übungen.

 

 

Fazit

Ich persönlich habe das Buch bei mir im Stall und schaue meistens vor dem Reiten noch einmal rein, um mich einer neuen Übung anzunehmen. Das Buch ist ideal für alle, die richtig und Pferde freundlich arbeiten wollen und ein losgelassenes und schließlich durchlässiges Pferd als Partner anstreben.

 

Müller Rüschlikon Verlag

ISBN: 978-3275019526

19,95 €

Direkter Link zum Verlag mit Kaufoption:

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