Kindheitsträume

Der Wunsch nach dem eigenen pferd

Jedes Pferdemädchen hat eigentlich schon immer vom eigenen Pferd geträumt. Jedes Pferdemädchen hat mit Begeisterung in der Wendy geblättert, war treues Mitglied im Ponyclub und hat sämtliche Ponybücher sofort verschlungen. Warum wolltet ihr als Kind unbedingt ein eigenes Pferd haben? Welche Erlebnisse haben euch so beeinflusst, dass ihr unbedingt reiten wolltet? Warum ich unbedingt ein eigenes Pferd haben wollte, könnt ihr hier lesen und euch vor allem auch anschauen! 

Martinsabend

Ein Ereignis in meiner Kindheit war definitiv der Martinsabend. Der Laternenumzug war schon immer ein Highlight gewesen, aber das richtige Highlight war definitiv der Martinsreiter, der mit seinem riesen großen Pferd vorne weg geritten ist. Meist war es weiß mit ganz schönen Satteldecken und Schmuck und der Reiter trug einen riesigen Umhang und eine Laterne. "Wenn ich mal ein eigenes Pferd habe, dann werde ich auch Martinsreiter sein!", hab ich mir immer vorgestellt und letztes Wochenende war es tatsächlich soweit. Ich durfte spontan den St. Martin darstellen bzw. eher die St. Martina. Das Wetter war zwar echt mies, aber das hat mich überhaupt nicht gestört. Ich habe den ganzen Tag gegrinst, wie ein Honigkuchenpferd und das Grinsen konnte mir nicht mal das Unwetter nehmen, was kurz vorher über uns rein gebrochen ist. Am passendsten waren natürlich die Sternchen auf Pferdis Po. Den Umhang hatte ich zum Glück noch von meinem Karnevalskostüm - da bin ich nämlich als Piratin gegangen. Den ganzen Vormittag habe ich im Internet nach Bildern von St. Martin gesucht und auf fast allen Fotos trug das Martinspferd rot. Also habe ich kurzer Hand meine roten Sachen zusammen gesucht und das Purzelchen passend gekleidet. Vorher habe ich sowas noch nie mit ihr gemacht, also nicht bei einem Umzug mitgeritten, geschweigedenn hinter einem Rettungswagen mit Blaulicht hinterher. Und noch dazu kam dann die Dunkelheit und die Kinder mit ihren Eltern, Regenschirmen und den leuchtenden Laternen. Sicherheitshalber habe ich die Kandare aufgezäumt, aber Alin war völlig gelassen und ruhig, als ob sie das jede Woche machen würde. Nicht mal das Auf- und Zuklappen der Schirme hat sie interessiert, sie wollte nur die leckeren, gebackenen Martinsgänse fressen. Das einzige "Problem" war nur die langsame Geschwindigkeit während des Laternenumzugs. Alin war irgendwie etwas ungeduldig, aber nach den ersten Minuten ist sie vorbildlich vorne gelaufen. Nächstes Jahr werde ich unbedingt wieder den Umzug anführen und dann auch mit 'richtigem' Kostüm. 

 

Ich geh´ mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir.

Da oben leuchten die Sterne,

hier unten reiten wir...

Mit dem Pferd zur Schule

Wer wollte das in seiner Kindheit nicht? Mit dem eigenen Pferd zur Schule reiten! Die vielen Blicke der Mitschüler und einfach nicht zu Fuß laufen zu müssen oder mit dem überfüllten Bus fahren.

Ich hab in meiner Vorstellung das Pony dann immer ganz lässig am Fahrradständer angebunden und hätte in der Mittagspause meine Freunde immer eine Runde auf dem Schulhof drehen lassen...

Nie mehr laufen müssen

Wie in den wildwest Filmen oder bei Bibi und Tina: Einfach den ganzen Tag im Sattel sitzen und die besten Abenteuer erleben und vor allem nichts mehr zu Fuß erledigen müssen: Mit dem Pferd einkaufen, mit dem Pferd die Post wegbringen, mit dem Pferd Freunde besuchen und am besten wäre noch mit dem Pferd zum Pferd zu reiten. Also noch ein kleines Pony zusätzlich im Garten, mit dem man dann jeden Tag zum Pferd hin- und zurück reiten könnte. Was mir ziemlich schnell klar wurde: So oft, wie im Hörspiel, wiehern die Pferde natürlich nicht, geschweige denn, dass sie stundenlang und den ganzen Tag galoppieren können. Fast so verrückt, wie in den Immenhof Filmen, in denen die Ponys sogar schon immer fertig gesattelt und getrenst auf der Weide stehen...

Es musste ein Haflinger sein

Das ich natürlich auch einen Haflinger haben wollte, ist wohl angesichts meines früheren Lieblingsbuches kein Wunder. "Susis Traumpony" hab ich tagtäglich verschlungen und immer wieder gelesen. Verrückt, diese Ähnlichkeit mit dem Purzelchen!

Dazu trug übrigens auch eine Hörspielkassette von 'Wendy' bei. In dieser Folge hat eine Schulkameradin von Wendy einen Haflinger geschenkt bekommen. Allerdings hat der sie immer runter geschmissen, aber das konnte mich nicht davon abhalten, dass Purzelchen zu kaufen!

Abenteuer erleben

Abenteuer ohne Ende, wie bei Wendy! Noch dazu kommen dann die vielen schönen Fotos und die Berichte von den Urlauben mit dem eigenen Pferd. Alle Flechttipps und Putz- und Reitvorschläge wollte ich unbedingt sofort ausprobieren, leider hatte ich zu dem Zeitpunkt nicht mal eine Reitbeteiligung, sondern 'nur' einmal pro Woche ganz normal Kinderreitunterricht. Da hatten wir nicht mal ein festes Pferd, sondern immer das, was uns zugeteilt wurde. Meistens habe ich irgendwie immer die dicksten und frechsten Ponys zugeteilt bekommen. Aber irgendwann, das wusste ich ganz genau, werde ich auch mal ein eigenes Pferd haben!

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