OP-Versicherung für Pferde

Schutz für Pferd und Besitzer – OP-Versicherung

"Mein Pferd hatte noch nie was ernstes", "Das passiert ja nicht häufig" und "Eine OP-Versicherung ist so teuer" – ganz ehrlich: Genau so habe ich vor zwei Jahren auch noch gedacht und dann hat Alin sich bei einem normalen Ausritt ziemlich am Bewegungsapparat verletzt und die Tierarztrechnung stieg binnen kurzer Zeit ziemlich an. Das war dann der Moment, an dem ich für beide Pferde eine OP-Versicherung abgeschlossen habe und vor allem der Moment, an dem mir bewusst wurde, wie wenig eine gute Absicherung im Vergleich zu den laufenden Kosten eigentlich nur kostet. Und dann kam Corlis Verletzung und dann wurde Alin am Mittwoch auch noch in Tierklinik überwiesen wegen einer Darmverlagerung.

(Anzeige: In diesem Artikel wird der Versicherer namentlich erwähnt, die Versicherung ist komplett selbst bezahlt.)

 

Alle vier Pferde sind nun OP-Versichert. Im Vorfeld haben wir uns gut darüber informiert, worauf es ankommt, welche Anbieter es gibt und welche Versicherungsoptionen. Neben vielen Onlineversicherungen haben wir uns letztlich aber für einen bekannten Versicherer mit sehr guten Bewertungen entschieden. Mir war wichtig, dass ich einen festen Ansprechpartner in allen Situationen habe, den ich persönlich oder per Mail erreichen kann. Die Uelzener bietet darüber hinaus für OP-Versicherer einen 24-Stunden-Notdienst an, bei den man sich jederzeit melden kann, der Auskunft gibt, wenn man Hilfe braucht, und sogar Empfehlungen für entsprechende Spezialisten und Kliniken. Es gibt meistens verschiedene Versicherungspakete, die unterschiedliche Leistungen umfangen und dementsprechend auch unterschiedlich viel kosten. Hier einmal ein Überblick über die Leistungen der drei Pakete der Uelzener. Dabei möchte ich anmerken, dass das bei weitem nicht alle Leistungen sind, die abgedeckt sind. Die ausführlichen Policen können bei der Uelzener aber als Informationsmaterial angefordert werden.

Es kann so viel passieren und das vor allem auch so schnell. Auch, wenn man natürlich hofft, dass es nicht zu einer Kolik-OP kommt, so gibt es doch viele Erkrankungen, die auch eine Op´s erfordern, aber längst nicht so gravierend erscheinen, wie Chip-Op´s, Wundnähte, Verletzungen am Auge, Tumorentfernungen, Bronchoskopie usw. Bei der Versicherung würde ich im Speziellen immer darauf achten, ob Op`s nur in Voll- oder auch in Standnarkose übernommen werden. Die meisten Op´s werden nämlich tatsächlich im Stand durchgeführt und nicht im Liegen. Ich wünsche Niemandem, dass man von einer Op-Versicherung Gebrauch machen muss, aber wenn doch, dann kommen schnell mal ein paar Tausend Euro zusammen. Und wenn es nicht schon schlimm genug ist, sein Pferd krank zu wissen, dann muss man sich in einer solchen Situation wenigstens keine Gedanken um das Finanzielle machen. Nun zum Wichtigsten, die Kosten: Im Schnitt kann man pro Jahr  mit ca. 200 Euro rechnen, plus minus je nachdem, welche Leistungen inkludiert sind. Bedenkt man nun die laufenden Kosten, die ein Pferd sowieso schon mit sich bringt, ist das wohl ein kleiner Betrag im Vergleich zu dem, was man zahlen müsste, wenn es zu einer Op kommen würde. Gerade Koliken werden sehr unterschätzt. Statistisch gesehen muss jede dritte, vierte Kolik operiert werden und dann kommen schnell 4000 - 5000 € zusammen mit Vorsorge und Nachsorge und Aufenthalt in der Klinik. Ich kann es wirklich jedem ans Herz legen, eine Versicherung in Erwähnung zu ziehen. Schon einige male habe ich Pferdehalter erlebt, die ihr Pferd aus finanziellen Gründen erlöst haben, obwohl eine Op durchaus vielversprechend wäre. Und das ist für mich einfach nicht nachvollziehbar. Wir übernehmen die Verantwortung für ein Lebewesen, und wenn man finanziell nicht in der Lage ist, jederzeit die Gesundheit des Tieres und die bestmögliche Behandlung sicherzustellen, dann sollte man so ehrlich sein, und sich kein Tier anschaffen.

 

Und nun zu euch: Sind eure Pferde versichert?

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