Pferde abweiden

Umstellung von der Weide auf das Paddock

Mit dem einkehrenden Herbst wird auch in den meisten Ställen die Weidesaison für beendet erklärt. Mit dieser Umstellung ändert sich aber nicht nur der Tagesablauf der Pferde von Weide auf Paddock, sondern auch die Verdauung muss sich umstellen. Selbst zum Ende der Weidesaison finden die Pferde noch frisches Grün, an das sich das Darmmillieu während der letzten Monate gewöhnt hat. Nun füllt Heu und somit Raufutter den Großteil des Speiseplans. Auch diese Umstellung bedarf einiger Tage Umstellungszeit.

Darmmillieu muss sich anpassen

Egal ob von Paddock auf Weide oder von Weide auf Paddock: Solche ernährungsphysiologischen Umstellungen bedeuten Hochleistung für den empfindlichen Magen-Darm-Trakt der Pferde. Das Darmmillieu mit seinen Darmbakterien ist äußerst empfindlich und leicht aus dem Gleichgewicht zu bringen. Der Herbst stellt nun eine besondere Herausforderung für das empfindliche System dar:

Zum einen legt die Umstellung von Weide auf Paddock – also somit von Saft- auf Raufutter – eine entscheidende Änderung der Nahrung zu Grunde, an die sich auch das Darmmillieu und die Verdauung des Pferdes anpassen muss. Um diese Umstellung so unkompliziert wie möglich für die Pferde zu gestalten, bietet es sich an, dass die Weidezeit möglichst bis in den Herbst hinein dauert – selbst wenn die Weiden dann schon trocken und deutlich karger sind als im Frühjahr. Durch dieses allmählich nachlassende Angebot an Saftfutter kann sich das Pferd bzw. das Verdauungssystem an die Änderung des Nahrungsangebots anpassen und auch die Darmbakterien, die für eine gesunde Darmflora unerlässlich sind, überstehen die Umstellung und haben Zeit, sich entsprechend zu vermehren – die Verdauung von Raufutter findet hauptsächlich im Dickdarm statt.

Wäre diese Umstellung für den Organismus nicht schon anstrengend genug, ist nach Ende der Weidezeit auch die Gabe von Wurmkuren obligatorisch.

Als kleine Anmerkung möchte ich betonen, dass ich Alin und Sunny schon seit zwei Jahren nicht mehr systematisch (Entwurmung dreimal im Jahr), sondern selektiv entwurme. Das bedeutet, dass ich Kotproben in ein Labor einsende und diese die Anzahl an Wurmeiern auswerten und eine entsprechende Empfehlung aussprechen – weder Alin noch Sunny mussten entwurmt werden.

Die Mittel der Wurmkur belasten den Organismus und den Verdauungstrakt der Pferde zusätzlich, wodurch nicht nur Würmer, sondern auch die überaus wichtigen Darmbakterien abgetötet werden. Wenn eine Entwurmung wirklich nötig ist, also unbedingt auf die Richtige Menge/Körpergewicht achten und das Pferd nicht zusätzlich belasten – im Zuge der Umstellung von Saft- auf Raufutter und der Gabe von Wurmkuren können Kotwasser, Probleme beim Fellwechsel, Antriebslosigkeit usw. die Folge sein.

Fütterung den Bedürfnissen anpassen

Auch der nachlassende Nährstoffgehalt der Weiden und des Heus sollten ausgeglichen werden. Das Heu des letzten Jahres neigt sich meist im Herbst dem Ende zu und das Heu dieses Jahres ist noch nicht abgelagert. Mit zunehmender Lagerdauer gehen wichtige Vitamine und Mineralstoffe verloren, deshalb empfiehlt es sich, die Fütterung entsprechend anzupassen. Am besten eignen sich spezielle Mineralfutterpräparate. Die Menge sollte allerdings an die tägliche Futterration angepasst werden, da der Großteil des Pferdefutters – insbesondere Müslis – bereits mit Mineralstoffen und Spurenelementen versetzt sind. Während ich zur Weidezeit die Mineralbricks gefüttert habe, beginnt jetzt die Zeit des "erhöhten Bedarfs" – gerade auch hinsichtlich des Fellwechsels und der sinkenden Temperaturen – und dementsprechend bin ich auf ein gehaltvolleres Mineralfutter umgestiegen, was die tägliche Futterration komplettiert.

Kotwasser, Antriebslosigkeit und Koliken

Jede Umstellung birgt Gefahren – so auch die Umstellung von Weide auf Paddock sowie Saft- auf Raufutter. Erkrankungen des Magen- und Darmtraktes gehören schon seit Jahren zu den Modeerkrankungen unserer Pferde: von Magengeschwüren über Unverträglichkeiten bis hin zum Kotwasser ist beinahe alles dabei und überall zu finden. Gerade aber diese Kandidaten sollten bei Umstellungen und Jahreszeitenwechseln besonders unterstützt werden. Hierzu bietet sich eine lange Umgewöhnungszeit sowie die Unterstützung durch spezielle Präparate an. Wenn die Pferde von ganztägiger Beweidung auf Paddocks mit Heu umgestellt werden, ist das Risiko des Überfressens besonders groß. Nachdem das Heu während der Weidesaison meist angepasst wird und sich dementsprechend auch die Verdauung umgestellt hat, ist so mancher Darmtrakt mit der plötzlich ansteigenden Heumenge überfordert und kann nicht vernünftig verdauen, was wiederum zu Koliken führen kann. Besonders wichtig ist also die systematische Umstellung von Saft- auf Raufutter. Außerdem sollte der Pferdehalter darauf achten, dass den Pferden immer genügend Wasser zur Verfügung steht. Gerade auch magenkranken Pferden macht die Umstellung zu schaffen. Aber auch hier bietet der Markt bereits zahlreiche Alternativen, um das Pferd über die Fütterung zu unterstützen. 

Die Basis von Mucostat sind expandierte Sojabohnen, sie bilden eine optimale Grundlage für eine magenschonende Verabreichung. Die integrierte Lignocellulose kann für eine Bindung der überschüssigen Magensäure sorgen. Die Fähigkeiten des weißen Federmohnextraktes (Macleaya Cordata) bestehen darin, die Prostaglandinausschüttung positiv beeinflussen zu können und somit indirekt auch auf die Entzündungsvorgänge in der Magenschleimhaut Einfluss zu nehmen. Da neben dem Magen i.d.R. auch der Darm sekundär betroffen ist, enthält Mucostat ebenso Inhaltsstoffe, die insbesondere darmstabilisierend/regenerierend wirken können. Hier ist besonders das enthaltene Topninamburkonzentrat relevant; ein konzentriertes Prebiotikum welches die Darmflora nachhaltig stabilisieren kann. Das hierin enthaltene Inulin dient als hervorragende Nahrungsgrundlage für Bifidobakterien und unterstütz die Darmflora. Die im Obsttrester enthaltenen Pektine sorgen zusätzlich für eine anregende Wirkung auf die Darmperistaltik. 

 

- zur Unterstützung bei Magenproblemen

- zur Unterstützung bei Verdauungsstörungen

- proaktive Alternative für Stresspatienten

- zur Unterstützung für die bessere Resorbierbarkeit von Wirkstoffen

- enthält Topinamburkonzentrat und Federmohnextrakt

- Lignocellulose kann zur Bindung überschüssiger Magensäure beitragen

- Pektine aus Obsttrester können die Darmperistaltik anregen

- hohe Akzeptanz auch bei mäkeligen Pferden

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